Deutsche Metallindustrie im Sinkflug: Jährlich verschwinden 10.000 Arbeitsplätze

6. Januar 2026
Deutsche Metallindustrie im Sinkflug: Jährlich verschwinden 10.000 Arbeitsplätze
Wirtschaft
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Foto: Symbolbild

Berlin. Kein Ende der Hiobsbotschaften vom Wirtschaftsstandort Deutschland: der Chef des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Oliver Zander, rechnet mit einem anhaltenden Stellenabbau in der Metallindustrie. Die Beschäftigung gehe seit 21 Monaten kontinuierlich zurück, eine Trendwende sei nicht in Sicht. „Aktuell verlieren wir pro Monat fast 10.000 Arbeitsplätze“, vertraute Zander der „Bild“-Zeitung an. Die Gründe sieht er – wenig überraschend – in den hohen Standortkosten: „Die Steuern, die Energiekosten und die Arbeitskosten sind am Standort Deutschland so hoch, daß sich für viele Unternehmen die Produktion hier schlicht nicht mehr rechnet.“

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Als Hauptverantwortlichen macht Zander die Europäische Union aus. Die Vorschriftenflut aus Brüssel ersticke die Betriebe. „Das ist Regulierung und Bürokratie, die teilweise ohne notwendige demokratische Legitimation beschlossen wird und die Unternehmen zunehmend stranguliert“, kritisiert er. Ein internes Papier seines Verbands bestätigt diesen Vorwurf: von Januar bis Oktober 2025 beschloß die EU-Kommission 952 Durchführungsrechtsakte. Im Vergleichszeitraum 2024 waren es 898, im Jahr 2023 854. Dieser Verwaltungsaufwand, so Zander, erschwere das Produzieren zusehends.

Er fordert von der Bundesregierung ein entschlossenes Vorgehen gegen die Brüsseler Bürokratie. Die „schädliche Detailverliebtheit“ müsse ein Ende haben. „Spätestens auf dem EU-Gipfel am 13. Februar 2026“ müsse „eine Eindämmung der Rechtsakte beschlossen“ werden. Das Versprechen, Europa zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum zu machen, sei gescheitert. „Die EU fällt aktuell sogar weiter zurück“, stellt Zander fest, „Und fest steht auch, daß die Herausforderungen durch USA und China weiter wachsen.“ (se)

Bild: Pixabay/Gemeinfrei

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