Berlin/Wilna. Der CDU-Stahlhelmer Roderich Kiesewetter ist nicht nur ein besonders überzeugter Rußlandgegner, sondern hat auch einen Hang zum Geistersehen. Der ehemalige Oberst behauptete, Rußland halte in Weißrußland zwei Armeekorps mit 350.000 bis 360.000 einsatzbereiten Soldaten bereit. „Das macht Sorge, insbesondere in den baltischen Staaten“, sagte er bei einem TV-Auftritt. Kremlchef Putin bilde „hunderttausende Soldaten aus, die gar nicht in der Ukraine eingesetzt werden“.
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Diese Zahlen erwiesen sich rasch als brüchig. Auf Nachfrage korrigierte sein Büro die Angabe schriftlich auf „ca. 100.000 bis 150.000 Soldaten“. Die Zahlen stammten aus „diversen Hintergrundgesprächen, Informationen von ausländischen Nachrichtendiensten, externen Militärs und der Bundeswehr“.
Doch selbst diese revidierte Schätzung weisen litauische Sicherheitsbehörden jetzt mit Nachdruck zurück. Berichte über rund 360.000 russische Soldaten in Weißrußland „entsprechen nicht der Realität“, erklärten sie. Tatsächlich befänden sich derzeit nur mehrere tausend russische Soldaten im Land. Die Hauptstreitkräfte Rußlands blieben in der Ukraine gebunden. Moskau fehle die Kapazität für eine großangelegte Verlegung. Die litauischen Geheimdienstler erklärten Kiesewetters Aussagen rundweg zur „sensationalistischen Desinformation“. (mü)
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