Friedensnobelpreis für Kriegshetzerin? Julian Assange erstattet Anzeige gegen Nobelstiftung

27. Dezember 2025
Friedensnobelpreis für Kriegshetzerin? Julian Assange erstattet Anzeige gegen Nobelstiftung
International
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Foto: Symbolbild

Stockholm. Julian Assange, der Gründer von Wikileaks, hat in Schweden Strafanzeige gegen die Nobelstiftung eingereicht. Der Vorwurf lautet auf schwere Straftaten wie grobe Veruntreuung von Geldern, Beihilfe zu Kriegsverbrechen und zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Finanzierung von Aggression.

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Anlaß ist die Verleihung des Friedensnobelpreises 2025 an die venezolanische Oppositionelle María Corina Machado. Assange behauptet, diese Ehrung stelle nach schwedischem Recht eine Veruntreuung und Beihilfe zu Kriegsverbrechen dar. Er führt aus, Machados positive Haltung zum Aufbau des US-Militärs seit dem Irak-Krieg disqualifiziere sie für den Preis; darüber hinaus hatte sich Machado wiederholt für eine bewaffnete US-Intervention in ihrem eigenen Land ausgesprochen, was ihr auch von vielen venezolanischen Oppositionellen übel angekreidet wird. Eine Friedenstaube ist sie jedenfalls nicht.

Assanges Anzeige beruft sich unmittelbar auf Alfred Nobels Testament vom Jahr 1895. Dieses legt fest, daß der Preis der Person zukommen soll, die im zurückliegenden Jahr „den größten Nutzen für die Menschheit gebracht hat“. Gemeint sind „die meisten oder besten Leistungen für die Brüderlichkeit zwischen den Nationen, für die Abschaffung oder Reduzierung stehender Heere und für die Abhaltung und Förderung von Friedenskongressen“.

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Die schwedische Behörde für Wirtschaftskriminalität und die Einheit für Kriegsverbrechen haben den Eingang von Assanges Anzeige bestätigt. In dieser wird den Verdächtigen, darunter der Stiftungsvorsitzenden Astrid Söderbergh Widding und Geschäftsführerin Hanna Stjärne vorgeworfen, sie hätten „ein Instrument des Friedens in ein Instrument des Krieges“ verwandelt.

Assange fordert von den schwedischen Behörden das sofortige Einfrieren der ausstehenden Geldprämie von 11.000.000 Schwedischen Kronen sowie aller damit verbundenen Mittel und die Rückgabe der Medaille durch Preisträgerin Machado. Weiter verlangt er Ermittlungen gegen die genannten Personen und Stiftungsmitglieder wegen Untreue, Beihilfe zu Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Verschwörung. Protokolle, E-Mails, Gruppenchats und Finanzunterlagen sollen beschlagnahmt sowie Widding, Stjärne und andere Verdächtige vernommen werden. Schließlich soll eine vollständige Untersuchung im Inland erfolgen oder der Fall gleich an den Internationalen Strafgerichtshof weitergeleitet werden. (mü)

Bildquelle: flickr/Espen Moe/CC BY 2.0

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Ein Kommentar

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