München. Ein Hammer: der Vorstand des gesetzlichen Krankenversicherers bkk ProVita, Andreas Schöfbeck, wurde fristlos gekündigt. Sein Vergehen: die bkk hatte anhand ihrer Versichertendaten herausgefunden, daß es offenbar viel mehr Fälle von Impfnebenwirkungen gibt, als offiziell vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bekanntgegeben werden – die bkk-Analytiker kamen auf 2,5 bis 3 Millionen Fälle. Schöfbeck hatte deshalb das PEI und eine Reihe anderer Institutionen angeschrieben und dringenden Handlungsbedarf angemahnt.
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In seinem Schreiben an PEI-Präsident Paul Cichutek nannte Schöfbeck die bkk-Auswertung ein „erhebliches Alarmsignal, das unbedingt beim weiteren Einsatz der Impfstoffe berücksichtigt werden muß“.
Schöfbeck sollte sich eigentlich am Dienstagnachmittag in einer Online-Konferenz mit Vertretern des PEI über sein Schreiben und den Befund der bkk-Datenanalyse besprechen. Dazu kam es nicht mehr. Er wurde zuvor im Anschluß an eine bkk-Verwaltungsratssitzung fristlos vor die Tür gesetzt. Eine Mehrheit der 24 Mitglieder hatte sich für die Kündigung ausgesprochen.
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Das Gerücht, daß Schöfbeck gefeuert werden sollte, hatte bereits seit vergangener Woche die Runde gemacht. Der bkk-Vorstand hatte mit seinen Aussagen, wonach man es in Deutschland mit einer erheblichen „Untererfassung an Nebenwirkungen“ zu tun habe, für Diskussionen und teils hysterische Kritik gesorgt. So rastete der Vorsitzende des VirchowBundes, des Lobbyverbandes der niedergelassenen Ärzte, Dirk Heinrich, förmlich aus und unterstellte Schöfbeck unter anderem „undifferenzierte Schwurbelei“. Die bkk sei geradezu ein „Fall für die Aufsicht“.
Bei der bkk rief die sofortige Entlassung des Vorstands ungläubige Reaktionen hervor. „Eine Kündigung allein wegen des Briefs ans Paul-Ehrlich-Institut kassiert beim Arbeitsgericht der Pförtner“, kommentierte ein Insider den Vorgang.
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Andreas Schöfbeck ist seit 21 Jahren Vorstand der bkk Pro Vita. Der „Welt“ sagte der Krankenkassenbetriebswirt, er fühle sich seinen Versicherten verpflichtet. Daher habe er die Daten öffentlich gemacht und sich ans PEI gewandt: „Die Zahlen, die sich bei unserer Analyse ergeben haben, sind sehr weit weg von den öffentlich verlautbarten Zahlen. Es wäre ethisch falsch, nicht darüber zu sprechen.“ (st)
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Ein Mann mit Charakter! Also für unseren Gesinnungsstaat untragbar.
So läuft das heute. Wer den Mut hat, die Wahrheit zu sagen, wird kaltgestellt.
Cancel-Culture, auch in Unternehmen. Wäre ich Mitglied bei der bkk ProVita, hätten noch heute mein Kündigungsschreiben.