Berlin/Abu Dhabi. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) unternehmen seit einigen Jahren vieles, um zu einem Hochtechnologiestandort zu werden. Weg vom Öl – hin zu Wissenschaft und Technik, lautet dort die Devise.
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Das wirkt sich auch auf die zwar noch kleine, aber dennoch respektable Rüstungsindustrie der VAE aus. Halcon, Hersteller von präzisionsgelenkten Waffensystemen aus der VAE gab unlängst bekannt, daß das Unternehmen jetzt die sogenannten SkyKnight-Luftabwehrraketen an die deutsche Rheinmetall AG liefern wird.
Das SkyKnight-Raketensystem ist überhaupt der erste Luftverteidigungsflugkörper der VAE. Er soll Frühwarnsignale liefern und Bedrohungen durch feindliche Flugzeuge, Drohnen, Artillerie, Mörser und Raketen auf eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern abwehren.
Der Hersteller der SkyKnight, Halcon, ist im Besitz des privaten Verteidigungs- und Militärunternehmens Edge Group und behauptet selbstbewußt von sich, „Fachwissen über die gesamte Wertschöpfungskette für Bombenleitsysteme entwickelt zu haben“. Ende Februar dieses Jahres hatte Saeed Al Mansoori von Halcon gegenüber lokalen Medien weitere vielversprechende Aussagen gemacht: „Die Edge Group hat ein eigenes Kurzstrecken-Luftverteidigungssystem entwickelt, ebenso wie die deutsche Rheinmetall AG, die aktiv nach einem Raketensystem als Teil ihres Skynex-Luftverteidigungssystems suchte. Die Unternehmen beschlossen, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, wobei Halcon das Raketensystem SkyKnight für das hoch angesehene Oerlikon Skynex Air Defense System bereitstellte.“
Bemerkenswert ist, daß das Oerlikon Skynex-System den Oerlikon Skynex-Kontrollknoten, Multi-Sensor-Einheiten (MSU) mit aktivem elektronisch abgetastetem Multi-Mode-Radar (AMMR), mehrere 35-mm-Kanonen RG Mk3 und Halcons SkyKnight C-RAM-Raketen und Raketenwerfer umfaßt, von denen jeder eine Kapazität von 60 Raketen hat.
Faisal Al Bannai, Geschäftsführer der Edge Group, gab seine eigene Sicht der neuen Perspektiven des Arrangements zwischen den Rüstungsunternehmen Deutschlands und den VAE: „Wir freuen uns, mit Rheinmetall, einem führenden Unternehmen der Verteidigungsindustrie, zusammenzuarbeiten, um gemeinsam die weltweit fortschrittlichste und umfassendste Lösung zur Abwehr von Raketen, Artillerie und Mörsern (C-RAM) anbieten zu können, die unseren SkyKnight-Flugkörper und Rheinmetalls Skynex-Lösung nutzt.“
In den VAE ist man besonders stolz auf diese Zusammenarbeit. Denn nach wie vor genießen Deutschland und vor allem auch die deutsche Rüstungswirtschaft dort einen exzellenten Ruf. Nur die hochwertigsten Waffenhersteller könnten auf eine Zusammenarbeit mit deutschen Rüstungsunternehmen hoffen. In den Jahren 2016 bis 2020 wuchsen die deutschen Waffenexporte um 21 Prozent im Vergleich zu zu den Jahren 2011 bis 2015. Deutschland hatte einen Anteil von 5,5 Prozent an den gesamten Weltexporten. Die Hauptabnehmer deutscher Waffensysteme waren Südkorea, Algerien und Ägypten.
Auch in den VAE tut sich was. Laut dem Stockholm International Peace Research Institute wird die Edge Group im Jahr 2020 einen Anteil von 1,3 Prozent an den weltweiten Waffenverkäufen haben und damit auf Platz 22 der 25 größten Unternehmen der Welt stehen.
Bezeichnenderweise machen die VAE im Jahr 2020 22 Prozent des gesamten arabisch-deutschen Handels aus und sind damit der wichtigste arabische Handelspartner Deutschlands. Deutschland wiederum ist der siebtgrößte Handelspartner der VAE.
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