Illegale sollen draußen bleiben: Ungarn richtet grenznahe Kontrollzone ein

7. Juli 2016

Budapest. Ungarn greift durch und bringt „Flüchtlinge“, die illegal ins Land kommen, ab sofort schon an der Grenze wieder zurück nach Serbien oder Kroatien. Wie der Sicherheitsberater des ungarischen Innenministeriums, György Bakondi, erklärte, ist zu diesem Zweck in Grenznähe jetzt eine Acht-Kilometer-Zone eingerichtet worden. Illegale sollen künftig innerhalb der Kontrollzone aufgegriffen und in die nächstgelegene Transitzone geschickt werden.

Das neue Verfahren sei vom ungarischen Parlament genehmigt worden, sagte Bakondi.

Die ungarische Polizei hat seit Jahresbeginn immerhin – und trotz bewachter Grenzzäune – mehr als 17.000 Illegale festgenommen. 330 von ihnen wurden vorübergehend inhaftiert. Auch dieses Jahr sind bereits wieder 22.000 Asylanträge in Ungarn gestellt worden. Bewilligt wurden nur 264. (mü)

2 Kommentare

  1. Deutsche Eiche sagt:

    “ … ab sofort schon an der Grenze wieder zurück nach Serbien oder Kroatien.“

    Blablabla.

    Typischer Kommunikationstrick à la Orbán (mehr Gerede als konkrete Tat).

    Serbien und Kroatien nehmen diese Flüchtlinge nämlich in der Regel nicht zurück.

    Also muss Ungarn sie doch weiterziehen lassen (durch Ungarn, nach Deutschland).

  2. volkszorn sagt:

    Bravo Ungarn !
    Es ist doch nicht alles alternativlos…

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