
Die AfD-Spitze auf dem Gründungsparteitag in Berlin (v.l.n.r.): Frauke Petry, Konrad Adam, Bernd Lucke (Foto: ZUERST!-Archiv)
Berlin. Die Euro-kritische Alternative für Deutschland (AfD) plant, Interessenten für eine Parteimitgliedschaft zukünftig einem politischen Gesinnungstest zu unterziehen.
Das geht aus einer E-Mail von Parteichef Bernd Lucke an die Mitglieder einer offenbar hochrangigen Telefonkonferenz hervor, aus der „Journalistenwatch“ zitiert. In dem Dokument heißt es, es handle sich um den „Entwurf für ein (zu protokollierendes) Aufnahmegespräch.“ Die diesem zugrunde liegende Idee sei es, „in allgemeiner Form wesentliche Politikfelder zu besprechen und dabei Fragen einzustreuen, bei denen die Antworten aufschlußreich sein können. Manche Fragen behandeln Dinge, bei denen man durchaus unterschiedlicher Meinung sein kann, andere aber Eckpfeiler unserer Verfassung und Rechtsordnung, die nicht in Frage gestellt werden dürfen (Grundrechte, Deutschland als demokratischer und sozialer Bundesstaat, Extremismus).“ Weiter teilt Lucke mit: „Ich habe natürlich detaillierte Vorstellungen darüber, welche Art von Antworten kritisch und welche unkritisch sein würden. Aber Sie werden diese ebenso haben. Jedenfalls habe ich das nicht aufgeschrieben und ich bitte Sie, das ebenfalls nicht zu tun. Denn anderfalls kursiert das schnell überall und das kann nicht unser Wunsch sein.“ Einige der Fragen aus den verschiedenen Politikbereichen lauten:
Über Reaktionen aus der Partei ist bislang nichts bekannt geworden. Zuletzt hatte Lucke mit der Distanzierung von der EU-feindlichen britischen United Kingdom Independence Party (UKIP) einen Teil der AfD-Anhänger gegen sich aufgebracht. In der Folge trafen sich mehrere AfD-Landespolitiker mit UKIP-Chef Nigel Farage und sprachen sich für eine Kooperation mit der britischen Partei aus.
Lucke war,ist und bleibt vermutlich ein Idiot.