Brüssel. Infolge des Krieges am Persischen Golf erwartet die Internationale Energieagentur einen massiven Preisschock noch im April – und nutzt die Gelegenheit, die Weltöffentlichkeit schon vorauseilend auf drastische Einschnitte einzustimmen. Klima-Ideologen könnten sich dank der drohenden Versorgungsengpässe sogar unversehens am Ziel ihrer Wünsche sehen: statt Klima-Lockdowns könnten nun Energie-Lockdowns verhängt werden.
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EU-Energiekommissar Dan Jørgensen fordert die Mitgliedstaaten auf, den Verbrauch massiv zu senken. Wo immer möglich, solle wieder von zu Hause gearbeitet werden. Weniger Autofahrten, weniger Flüge, mehr öffentliche Verkehrsmittel, Fahrgemeinschaften und geringere Tempolimits stehen auf seiner Vorschlagsliste. Wörtlich sagte Jørgensen: „Je mehr Sie tun können, um Öl zu sparen – vor allem Diesel, vor allem Kerosin –, desto besser.“
Noch gibt es keine offiziellen Beschlüsse der 27 Energieminister. Hinter den Kulissen wird aber bereits über staatliche Hilfen, Eingriffe in den Energiemarkt, mehr Kernkraft und zusätzliche Biokraftstoffe diskutiert. Die Generallinie ist klar: Brüssel bereitet die Europäer auf eine längerwährende Knappheit vor. In der Behörde wächst die Sorge, die Krise könne schwerer ausfallen als der Ölpreisschock der 1970er Jahre.
Konkret wird es bei der Fluggesellschaft Ryanair. Konzernchef Michael O’Leary warnt, daß die Kerosinversorgung ab Mai gefährdet ist. Bis zu 25 Prozent der Versorgung mit Flugbenzin stehen im Mai und Juni auf der Kippe. Flugstreichungen gibt es noch nicht, aber höhere Ticketpreise sind realistisch, im übrigen nicht nur bei Ryanair.
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Die Wirtschaft spürt die Krise bereits. Die Produktionskosten in der Eurozone steigen so stark wie seit Jahren nicht. Unternehmen leiden unter teurer Energie und gestörten Lieferketten. Die Nachfrage bleibt schwach – ein klassischer Angebotsschock. Die Bank of England warnt vor einem „erheblichen negativen Angebotsschock“ für die Weltwirtschaft mit Risiken für das gesamte Finanzsystem.
Gleichzeitig sieht man sich in Brüssel gezwungen, den Klimaschutz zu lockern. Sogar der Emissionshandel (ETS), die heilige Kuh der Klima-Religion, soll aufgeweicht werden, um die Industrie zu entlasten. Überschüssige CO₂-Zertifikate sollen nicht mehr aus dem Markt entfernt werden, Industriebetriebe erhalten mehr Gratis-Zertifikate. Jørgensen sagte: „Jetzt muß der Moment sein, in dem wir endlich das Blatt wenden und wirklich energieunabhängig werden.“ Die Krise soll damit zum Hebel der großen Transformation werden – den Klimaschutz braucht es dafür jetzt nicht mehr. (mü)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
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