Sprit wird knapp: Erste EU-Länder ziehen die Daumenschrauben an

10. April 2026
Sprit wird knapp: Erste EU-Länder ziehen die Daumenschrauben an
International
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Foto: Symbolbild

London. Der Krieg am Persischen Golf drosselt zunehmend die Öllieferungen aus den Golfstaaten. Die Folgen treffen nun auch Europa: Slowenien hat als erstes EU-Land ein Rationierungssystem verhängt. Seit dem 22. März gilt dort für private Kfz-Nutzer ein tägliches Maximum von 50 Litern, Unternehmen und Landwirte bekommen nicht mehr als 200 Liter pro Tag. Wie die Behörden die Einhaltung dieser Grenzen überwachen wollen, blieb vorerst offen. Denkbar sei etwa ein „Spritpaß“, der künftig an jeder Zapfsäule vorgezeigt werden müßte.

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Doch Slowenien ist mit solchen Maßnahmen nicht mehr allein. Auch Großbritannien bereitet sich auf Versorgungsengpässe vor. Die Regierung in London erwägt Medienberichten zufolge ebenfalls eine Beschränkung beim Tanken. Offizielle Notfallpläne wie der „National Emergency Plan for Fuel“ sehen unter anderem ein Limit für die abgegebene Kraftstoffmenge sowie ein Tempolimit von 50 Meilen pro Stunde (rund 80 km/h) vor.

Selbst in Deutschland könnte es bis Ende April eng an den Zapfsäulen werden, wie Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) jüngst warnte. Zunächst ist nun allerdings am 1. April die sogenannte „12 Uhr-Regel“ in Kraft getreten. Diese umstrittene Maßnahme erlaubt den Tankstellenbetreibern maximal eine Preiserhöhung pro Tag – mit dem Ziel, mehr Transparenz zu schaffen. Allerdings ist inzwischen erkennbar, daß die Mineralölkonzerne die Regelung vorab mit noch höheren Aufschlägen aushebeln.

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Die jüngste Marke hat die US-Großbank JP Morgan ausgegeben. Sie prognostiziert in einer Studie, daß infolge der anhaltenden Schließung der Straße von Hormuz Europa bereits ab dem 10. April ein kritischer Engpass bei Ölimporten droht. Demnach treffen die letzten vor Kriegsbeginn verschifften Lieferungen an diesem Tag ein. Danach wird der Import weitgehend zum Erliegen kommen, so die Prognose. Trifft dies zu, würde die Krise dann zahlreiche Wirtschaftszweige und die Infrastruktur treffen. So drohen etwa große Probleme im Transportwesen, der Landwirtschaft und bei der Energieversorgung. (mü)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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