Moskau. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und verheerende Drohnenschläge setzen der russischen Wirtschaft zu. Nichtsdestotrotz ist Kremlchef Wladimir Putin entschlossen, den Krieg fortzusetzen. Jetzt hat sich der kremlnahe Blogger Maxim Kalaschnikow mit einer düsteren Prognose zu Wort gemeldet: Rußland steuere auf eine Situation zu, die der Revolution von 1917 gleiche.
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In einem Beitrag vom 29. März zeichnet Kalaschnikow das Bild eines „perfekten Sturms“ aus wirtschaftlichen, militärischen und gesellschaftlichen Krisen. Der Druck aus den Reihen der Wirtschaftseliten wachse, besonders in strategischen Schlüsselindustrien. „Die Haie der Rohstoffindustrie sind entsetzt darüber, daß die Behörden sie aufgefordert haben, ‚freiwillige Beiträge‘ zur ‚SVO‘ zu leisten, während ihre Industrien zusammenbrechen… Die Gelder werden vom Krieg verschlungen…“, schreibt der Blogger.
Doch nicht nur die Eliten zeigten sich zunehmend ungehalten. Auch in der Bevölkerung macht sich Frust breit. „Die arme Bevölkerung hat den Krieg satt und ist wütend wegen der Einschränkungen durch TG [die Telegram-Messaging-App, die von der Regierung kürzlich gesperrt wurde; d. Red.] und das Internet“, so Kalaschnikow.
Auf geopolitischer Ebene verweist der Blogger auf wankende Verbündete. Selbst Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán, bislang einer der engsten Partner Moskaus, könnte nach Kalaschnikows Einschätzung bei den bevorstehenden Wahlen Federn lassen.
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Die militärische Lage beschreibt der Autor als festgefahren. Geländegewinne blieben aus, die Verhandlungen träten auf der Stelle. „Wir stehen am Rande dramatischer Ereignisse“, schreibt er. Eine weitere Mobilisierungswelle, so der Blogger, werde daran nichts ändern.
Ihre Brisanz erhält die Prognose durch den historischen Verweis. Kalaschnikow warnt vor einem wirtschaftlichen Niedergang, der Unruhen auslösen könnte – vor allem in Branchen wie der Metallindustrie oder dem Kohlebergbau. Aus Streiks könne sich eine umfassende Staatskrise entwickeln, die das politische System Rußlands gefährden könnte. Der Rückgriff auf das Revolutionsjahr 1917 ist dabei bewußt gewählt. Damals führten Massenproteste, wirtschaftliche Not und die Unzufriedenheit in der Armee zur Abdankung des letzten Zaren und zur Machtübernahme durch die Bolschewiken. Putin selbst sieht die Revolution kritisch. In seiner Rede auf dem jährlichen Waldai-Forum erklärte er im Oktober 2021, der Sieg der Bolschewiken habe zur Zerstörung der traditionellen Familien- und Gesellschaftsordnung geführt. (mü)
Pixabay/Gemeinfrei
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