Der Warenkorb lügt: Die Inflation ist in Wirklichkeit viel höher

8. April 2026
Der Warenkorb lügt: Die Inflation ist in Wirklichkeit viel höher
Wirtschaft
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Foto: Symbolbild

Wiesbaden. Die offizielle Inflationsrate ist im März auf 2,7 Prozent gestiegen, nach 1,9 Prozent im Februar. Grund sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Folgen des Nahost-Krieges. Tatsächlich ist der Anstieg um knapp ein Prozent innerhalb eines Monats saftig. Die Wahrheit ist aber, daß die Verbraucher in Wirklichkeit noch viel mehr draufzahlen. Die vergangenen fünf Jahre brachten insgesamt ein Preisplus von durchschnittlich 30 Prozent.

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Besonders eklatant ist die Kluft zwischen den offiziellen Zahlen und der Alltagserfahrung bei Lebensmitteln. Schoko-Osterhasen kosten vielerorts 27 bis 29 Prozent mehr als vor einem Jahr, bei manchen Marken hat sich der Preis sogar verdoppelt. Die offizielle Teuerungsrate von 2,7 Prozent suggeriert bestenfalls eine Schein-Stabilität.

Der Grund liegt im Warenkorb, den die Behörde ihren Berechnungen zugrundelegt. Darin finden sich rund 700 Positionen – vom Abendkleid über das Surfbrett bis zur Zimmerpflanze. Viele dieser Artikel sind aber völlig willkürlich gewählt und haben mit den täglichen Besorgungen wenig zu tun. Was Otto Normalverbraucher wirklich regelmäßig einkauft, geht in dieser Rechnung unter. Ein Blick nach Nordrhein-Westfalen zeigt die „echte“ Realität: Bohnenkaffee verteuerte sich im Herbst um 24,4 Prozent, Apfelsaft um 14,2 Prozent. Frisches Obst legte um durchschnittlich 9,6 Prozent zu, Beeren sogar um 19,4 Prozent. Gurken schlugen mit 30,2 Prozent mehr zu Buche, Tomaten mit 26,9 Prozent.

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Bundesweit zogen die Preise für Orangensaft seit Jahresbeginn um über 28 Prozent an. Hackfleisch kostete zuletzt 13 Prozent mehr, Butter in manchen Fällen 20 Prozent und mehr. Ein Kasten Bier ist im Supermarkt kaum noch unter zehn Euro zu bekommen. Von den Energiepreisen gar nicht zu reden.

Die offiziellen 2,9 Prozent Inflation sind ein glatter Fall von Irreführung. Und sie sind erst der Anfang, denn die Teuerung, die in den nächsten Wochen und Monaten infolge der ausbleibenden Öl- und Gaslieferungen auf die Verbraucher zukommt, dürfte sich nicht mehr auf den einstelligen Bereich beschränken. (rk)

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