Tödliche Spitzentechnologie: Irans Raketen haben die Welt überrascht

7. April 2026
Tödliche Spitzentechnologie: Irans Raketen haben die Welt überrascht
International
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Foto: Symbolbild

Teheran. Mehr als vier Wochen nach Kriegsbeginn am Persischen Golf herrscht im Pentagon und in Tel Aviv Katerstimmung: weder mit einem völkerrechtswidrigen Enthauptungsschlag, der einen Großteil der iranischen Führung ausgelöscht hat, noch mit wochenlangen Bombardements ist es gelungen, das Land in die Knie zu zwingen. Im Gegenteil, die Iraner schlagen mit unverminderter Härte zurück – und ihre Raketenschläge sind tödlich und präzise. Übereinstimmend müssen westliche Experten einräumen, daß man die Iraner und ihre Fähigkeiten unterschätzt hat.

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Ihre Flugkörper trafen jüngst nicht nur die entscheidenden Stellen zweier LNG-Produktionslinien in Katars Industriestadt Ras Laffan – die Attacken galten ausgerechnet den Wärmeübertragungstürmen, dem Herzstück der Anlagen. Kurz darauf zerstörte eine weitere Rakete punktgenau das fliegende AWACS-Frühwarnsystem der USA auf der Prince-Sultan-Air-Base nahe Riad. Getroffen wurde exakt jene Stelle, an der die Radareinheit auf dem Rumpf der Boeing montiert ist.

Wie ist eine solche Treffgenauigkeit möglich? Ein Luftverteidigungsexperte aus der deutschen Industrie räumt ein: „Man hat die Iraner im Westen immer etwas unterschätzt, sowohl was die Anzahl ballistischer Flugkörper angeht, als auch ihre technologischen Fähigkeiten.“ Die siebeneinhalb Meter lange „Fateh 450“ etwa wird von Teheran seit langem als Hochpräzisionswaffe angepriesen. Das Londoner International Institute for Strategic Studies (IISS) wies bereits 2021 darauf hin, daß die Verbesserung der Zielgenauigkeit eine Priorität des Landes sei.

Die Grundlage dafür bildet die sogenannte Trägheitsnavigation mit Lasersensoren, die feinste Beschleunigungen registrieren. Diese Technik ist frei verfügbar, ebenso die Möglichkeit zur Kurskorrektur auf dem Höhepunkt der ballistischen Flugbahn – etwa per Satellit oder mit Sternensensoren. Entscheidend für die verheerende Präzision am Golf ist jedoch eine Fähigkeit beim Endanflug: einige Gefechtsköpfe verfügen über bewegliche Ruder. „Das ist eine Technik, die ich denen heute mal unterstellen würde“, so der Experte.

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Hinzu kommen offenbar Radarsuchköpfe, die auch beim Wiedereintritt in die Atmosphäre funktionieren – zumindest bei Raketen mit einer Reichweite von bis zu 1000 Kilometern. Sie erstellen ein dreidimensionales Radarbild des Untergrunds und gleichen es mit digitalen Kartendaten ab. „Da reichen zwei winzige Manöver, um eine sehr hohe Präzision zu erreichen“, sagt der Spezialist. „Ich bin mir ziemlich sicher, daß die Iraner das Verfahren kennen und verwenden.“

Diese Fähigkeiten sind das Ergebnis jahrzehntelanger Entwicklung. Im ersten Golfkrieg stand der Iran den aus sowjetischer Fertigung stammenden Raketen des Irak noch hilflos gegenüber. Eine enge Kooperation mit Nordkorea verhalf dem Land seither zum entscheidenden Know-how. Selbst die kürzlich auf den 4000 Kilometer entfernten britischen Stützpunkt Diego Garcia abgefeuerte Rakete vom Typ „Khorramshahr“ basiert auf nordkoreanischen Blaupausen. „Das haben die seit 10 bis 15 Jahren“, sagt der Experte. Neu ist, daß die Waffen ihre Treffsicherheit nun im Kampf gegen den mächtigsten denkbaren Gegner unter Beweis stellen, die Amerikaner und Israelis. Für beide Top-Militärmächte war es ein äußerst böses Erwachen. (mü)

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