Washington. Der Krieg gegen den Iran läuft alles andere als gut für US-Präsident Donald Trump. Nach vier Wochen rollender Luft- und Raketenangriffe zeigt Teheran keine Anzeichen von Schwäche und schlägt vielmehr mit empfindlichen Vergeltungsangriffen zurück. Inzwischen sah sich Washington gezwungen, alle zum Teil schwer getroffenen Militärstützpunkte am Persischen Golf zu räumen. Trump plant nun, die Insel Kharg und womöglich weitere Orte an der Küste mit Marineinfanterie und Fallschirmjägern anzugreifen. Doch es gibt prominenten Widerspruch.
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Der Gründer der berüchtigten Söldnertruppe „Blackwater“ stellt sich offen gegen die Pläne des Weißen Hauses. Erik Prince, früherer Navy-SEAL, enger Vertrauter von Donald Trump und republikanischer Großspender, warnte auf der Konservativen-Jahreskonferenz CPAC in Texas eindringlich vor einem militärischen Flächenbrand.
„Ich teile nicht den Optimismus der Regierung, daß es ein friedliches Ende geben wird“, sagte Prince. Er habe das Weiße Haus „so laut wie möglich“ davor gewarnt, sich auf diesen Konflikt überhaupt erst einzulassen. Nun aber, da eine weitere Eskalation droht, wurde der einstige Militärunternehmer ungewöhnlich deutlich: „Wenn sie versuchen, Bodentruppen einzusetzen und die Straße von Hormus zu erzwingen, werden Sie in den nächsten Wochen Bilder von brennenden amerikanischen Kriegsschiffen sehen.“
Prince zog einen ernüchternden Vergleich: zwei Jahre lang habe das US-Militär versucht, die Huthi-Milizen im Jemen aus der Luft zu vernichten – ohne Erfolg. „Und dann glauben wir, daß wir das gegen die Iranischen Revolutionsgarden erzwingen können, die sich seit 46 Jahren auf genau diesen Moment vorbereiten?“
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Die Warnung wiegt schwer, stammt sie doch aus dem innersten Zirkel der Trump-Unterstützer. Princes Familie spendet seit Jahren Millionen an die Republikaner, seine Schwester Betsy DeVos war Bildungsministerin unter Trump. Er verweist auf ein gravierendes Hindernis: Iran habe 31 Militärbezirke mit unabhängigen Kommandeuren, die den Krieg um jeden Preis fortzuführen beabsichtigen. „Die einzige Person, die diesen Befehl aufheben könnte, ist der Oberste Führer“, sagte Prince. „Und wir haben seinen Vater getötet, seine Frau, seine Schwester und andere Familienmitglieder. In einer Gesellschaft, die das Konzept des Blutschwurs kennt.“
Die iranische Seite zeigt sich durch Trumps Ankündigungen unterdessen völlig unbeeindruckt. Sie kann zudem auf das für Angreifer außerordentlich schwierige Gelände bauen. Aber Trump neigt zur Impulsivität und zu unüberlegten Entscheidungen. Das bevorstehende Landungsunternehmen könnte zu seinem persönlichen Fiasko werden. In Washington sprechen erste Stimmen schon von einem drohenden „Vietnam-Moment“. (mü)
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