London. Auf den U-Booten der Royal Navy, die mit „Trident-2“-Atomraketen bestückt sind, hat es zwischen 2018 und 2024 mindestens 175 positive Drogentests gegeben. Das teilte das britische Verteidigungsministerium mit. Die Palette der nachgewiesenen Substanzen reicht von Kokain, Cannabis und Ecstasy über Steroide bis hin zu verschreibungspflichtigen Benzodiazepinen. In 52 Fällen konsumierten die Soldaten die Mittel sogar direkt an Bord, allein zwölf Fälle ereigneten sich im Jahr 2024.
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Die betroffenen Militärangehörigen dienten unter anderem auf den U-Booten der „Vanguard“-Klasse, die jeweils rund sechs Milliarden Pfund kosten und Atomraketen tragen. Von diesen Booten ist eines ständig auf See.
Die Royal Navy verfolgt eine Null-Toleranz-Politik; fast alle erwischten Soldaten wurden entlassen. Der frühere Militärgeheimdienst-Offizier Philip Ingram bekräftigte: „Drogen haben in unseren Streitkräften keinen Platz, insbesondere nicht in Bereichen mit erhöhtem Sicherheitsrisiko wie beim U-Boot-Dienst. Wer Drogen nimmt, könnte erpreßt werden und geheime Informationen preisgeben.“ Zugleich sei die Zahl der Fälle ein Spiegel der gesellschaftlichen Realität.
Ehemalige Kommandeure äußerten sich besorgt über die wachsende Drogenbelastung der Besatzungen. Erst vergangenes Jahr kehrte ein „Vanguard“-U-Boot nach einem Rekordeinsatz von 204 Tagen unter Wasser zurück. Commander Tom Sharpe sagte: „Drogenkonsum auf einem U-Boot ist inakzeptabel. Wer seine Besatzung gefährdet, muß mit Gefängnis rechnen.“ Sharpes Kollege Ryan Ramsey wies darauf hin, daß die Entlassung erfahrener Spezialisten die verbleibenden Besatzungen zusätzlich belaste und die Einsatzbereitschaft beeinträchtigen könne.
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Die Vorfälle reihen sich ein in eine Serie ähnlicher Fälle. Bereits 2017 waren neun Besatzungsmitglieder der HMS „Vigilant“ nach Kokainfunden entlassen worden, woraufhin das Verteidigungsministerium verpflichtende Tests für die gesamte U-Boot-Flotte anordnete. 2019 folgten weitere Entlassungen auf der HMS „Talent“ und der HMS „Vengeance“. Die Royal Navy setzt nach eigenen Angaben auf regelmäßige Pflichttrainings, um die Soldaten über ihre Pflichten und die Konsequenzen von Verstößen zu informieren. Viel scheint das allerdings nicht zu nützen. (mü)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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