Energie-Alarm: Im nächsten Winter droht der Gaskollaps

24. März 2026
Energie-Alarm: Im nächsten Winter droht der Gaskollaps
Wirtschaft
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Foto: Symbolbild

Berlin. Wegen des teils harten Winters hing die deutsche Gasversorgung in den letzten Monaten mitunter am seidenen Faden. Und Anfang Januar hatte ein Stromausfall in Teilen Berlins der Öffentlichkeit erstmals vor Augen geführt, daß die Gefahr eines „Blackouts“ auch in Deutschland real ist.

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Wegen des Krieges am Persischen Golf droht die Situation nun zu eskalieren. Spätestens für den kommenden Winter zeichnet sich ein Desaster ab. Der Gasspeicher-Verband INES schlägt Alarm. Er weist darauf hin, daß die hohen Preise infolge des Iran-Krieges die Energiekonzerne beim Einkauf zögern lassen – mit womöglich fatalen Folgen.

„Die Versorgung für den restlichen Winter ist gesichert“, erklärt INES-Geschäftsführer Sebastian Heinermann, aber: „Die eigentliche Herausforderung liegt jetzt vor uns – bei der Wiederbefüllung der Speicher für den kommenden Winter.“ Dem Markt fehlen derzeit ökonomische Anreize, um Gas für die kalte Jahresheit einzulagern.

Dabei ist Gas für den nächsten Winter derzeit sogar günstiger als für den Sommer. Aber dieser sogenannte „negative Sommer-Winter-Spread“ hebelt die Einspeicherung komplett aus. Für die Unternehmen lohnt es sich schlicht nicht, vorzusorgen.

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Grund für diese absurde Situation ist die Energiepolitik der vergangenen Jahre. Nach der vorsätzlichen Abkoppelung vom russischen Pipelinegas setzte die Politik auf das vermeintliche Flüssiggas-Wunder, jubelte über teure LNG-Terminals und feierte die vermeintliche Unabhängigkeit vom russischen Gas. Doch infolge der faktischen Schließung der Straße von Hormus spielen die globalen LNG-Märkte verrückt, die Preise schießen durch die Decke, und für die Anbieter sind andere Märkte sicherer und lukrativer als der europäische.

Die Aufgabe der sicheren Pipelinegas-Versorgung entpuppt sich nun als verhängnisvoller Fehler. Bleiben die Speicher im Sommer leer, droht Deutschland im nächsten Winter der absolute Preisschock – oder schlimmer noch: physischer Gasmangel. Denn der laufende Verbrauch läßt sich durch LNG-Lieferungen allein nicht decken. Das Erbe der „Ampel“ ist noch immer fatal. (se)

Bild: Pixabay/Gemeinfrei

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