Trumps Anti-Terror-Chef wirft hin: „Iran war keine Bedrohung für unser Land“

21. März 2026
Trumps Anti-Terror-Chef wirft hin: „Iran war keine Bedrohung für unser Land“
International
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Foto: Symbolbild

Washington. Eine schallende Ohrfeige für US-Präsident Donald Trump und seine Kriegspolitik. Mit dem Leiter des US-Terrorabwehrzentrums, Joseph Kent, hat jetzt das erste und ranghöchste Mitglied seiner Regierung wegen des Iran-Krieges seinen Posten geräumt. Kent wirft Trump in einem eindringlichen Rücktrittsschreiben vor, einer „Desinformationskampagne“ erlegen zu sein. Israel und dessen einflußreiche Lobby in den USA hätten die Nation in den Krieg gegen den Iran manipuliert – einen Krieg, den Amerika nie hätte führen müssen.

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„Ich kann den andauernden Krieg im Iran beim besten Willen nicht unterstützen. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar“, schrieb Kent in seinem auf der Plattform X veröffentlichten Brief an Trump. Es sei „offensichtlich, daß wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner einflußreichen amerikanischen Lobby begonnen haben“.

Bis Juni 2025, so Kent, habe Trump noch verstanden, „daß die Kriege im Nahen Osten eine Falle waren, die Amerika wertvolle Menschenleben gekostet und den Wohlstand unseres Landes erschöpft haben“. In der ersten Amtszeit habe der Präsident besser als jeder moderne Präsident gewußt, wie man militärische Macht entschlossen einsetze, ohne sich in endlose Kriege verstricken zu lassen. Dann aber sei er von seiner „Echokammer getäuscht“ worden.

Hochrangige israelische Vertreter und einflußreiche Mitglieder der amerikanischen Medien hätten eine Desinformationskampagne geführt, „um pro-kriegerische Stimmungen zu schüren, um einen Krieg mit dem Iran zu fördern“. Die Behauptung, der Iran stelle eine unmittelbare Bedrohung dar und es gebe einen klaren Weg zu einem schnellen Sieg, sei eine Lüge gewesen. Kent zog den Vergleich mit dem Irak-Krieg 2003, als im Vorfeld die Legende von den angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen kursierte: es sei „dieselbe Taktik, die Israel eingesetzt hat, um uns in den verheerenden Irak-Krieg zu treiben, der unser Land Tausende seiner besten Männer und Frauen gekostet hat. Diesen Fehler dürfen wir nicht noch einmal machen.“

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Kent, dessen Frau Shannon 2019 als US-Soldatin bei einem Terroranschlag in Syrien getötet wurde, sieht auch hier die Verantwortung bei Israel. Er könne es nicht unterstützen, „die nächste Generation in einen Krieg zu schicken, in dem sie kämpfen und sterben soll, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt und die Opfer amerikanischer Leben nicht rechtfertigt“. An Trump gerichtet schreibt er: „Ich bete, daß Sie reflektieren, was wir im Iran tun und vor allem für wen. Die Zeit für entschlossenes Handeln ist jetzt. Sie können den Kurs umkehren – oder zulassen, daß wir weiter in Richtung Niedergang und Chaos abrutschen.“

Trump zeigte sich erwartungsgemäß uneinsichtig. Kents Rücktritt sei „eine gute Sache“. „Ich fand immer, daß er in Sicherheitsfragen schwach war, sehr schwach“, sagte der Präsident vor Journalisten. Als er das Rücktrittsschreiben gesehen habe, sei ihm klar geworden: „Es ist gut, daß er weg ist.“ (mü)

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