Kleve/Vechta. Religiös motiviertes Mobbing gehört laut der Religionspädagogin Margit Stein vielerorts inzwischen zum Schulalltag – aber Medien und Öffentlichkeit schweigen dazu. Denn das Mobbing an andersgläubigen Kindern geht erfahrungsgemäß nicht von Kindern mit christlich geprägtem Elternhaus aus. Etwa ein Drittel der Befragten berichtet in Studien von entsprechenden Auseinandersetzungen, weiß Margit Stein, die Professorin der Universität Vechta ist. Themen seien etwa Fasten, Kleiderordnungen oder kontroverse Fragen wie Gleichgeschlechtlichkeit und Sexualkunde. „Und ein Viertel der Befragten hat diese Konflikte als radikalisiert wahrgenommen“, so Stein.
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Erst jüngst sorgte ein Fall aus Kleve am Niederrhein für Aufsehen. Dort sollen während des islamischen Fastenmonats Ramadan nicht fastende Kinder mit ihrem Pausenbrot muslimische Mitschüler provoziert haben. Es gibt aber auch die umgekehrte Version: fastende muslimische Kinder sollen andere aufgefordert haben, ihr Essen wegzuwerfen und ebenfalls zu fasten. Die Bezirksregierung Düsseldorf stellte nach den Vorfällen klar, daß niemand gezwungen werden dürfe, seine Religion in einer bestimmten Weise auszuüben.
Die Pädagogikprofessorin beobachtet bei Lehrkräften im Umgang mit solchen Vorfällen eine große Verunsicherung. Sie mischten sich ungern ein, „wenn der Konflikt von einem muslimischen Schüler ausgeht, weil sie sich, so sagen sie, im Islam nicht auskennen“. Das sei jedoch der falsche Ansatz, betont Stein. „Es geht darum, pädagogisch immer Mobbing zu unterbinden.“ Entscheidend sei ein klarer pädagogischer Grundsatz: „Jeder kann glauben, was er möchte, aber er darf anderen das nicht aufoktroyieren. Es geht darum, die Freiheit des anderen zu achten.“ Kleine Muslime, die im Elternhaus schon strikt auf die Vorschriften des Korans vergattert werden, dürfte das allerdings wenig beeindrucken. (rk)
Bild von Amna Sayeed auf Pixabay
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