Der Fall Tucker Carlson: Plötzlich im Visier der CIA?

20. März 2026
Der Fall Tucker Carlson: Plötzlich im Visier der CIA?
International
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Foto: Symbolbild

Washington. Spätestens angesichts des jüngsten US-Überfalls auf den Iran ist die MAGA-Bewegung in den USA – die konservativ-christliche Wählerbasis von Präsident Donald Trump – zutiefst gespalten. Exemplarisch läßt sich das an Star-Journalist Tucker Carlson beobachten, ehedem einer der prominentesten Parteigänger Trumps. Er hat sich inzwischen vom Weißen Haus abgewandt – und sieht sich mit Repressionen konfrontiert.

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Der einstige FOX-Moderator, heute wohl der einflußreichste Journalist der amerikanischen Rechten, behauptet, die CIA habe seine privaten Textnachrichten mit iranischen Kontakten überwacht. Ihm drohe eine Anzeige nach dem Foreign Agents Registration Act. „Wenn du herausfindest, daß die CIA deine SMS gelesen hat, um dir ein Verbrechen anzuhängen“, berichtet Carlson. Offiziell bestätigt ist nichts, doch die Gerüchteküche in Washington brodelt.

Carlson hat eine Veränderung durchgemacht. Einst strikt anti-islamisch und pro-Israel, führt er heute das anti-interventionistische Lager der MAGA-Bewegung an und überrascht mit unverhohlener Sympathie für den Iran. Für die einen ist er das „Gewissen Amerikas“, für andere ein Agent Teherans. Der russische Philosoph und Geopolitiker Alexander Dugin kommentierte jüngst: „Tucker Carlson ist derzeit die wichtigste politische Figur in den USA. Jeder (zumindest im rechten Spektrum, aber nicht nur) wird daran gemessen, ob er ihm zustimmt oder nicht.“

Die Fronten innerhalb der MAGA-Bewegung verhärten sich. Laura Loomer, Sprachrohr des anti-islamischen Flügels, ruft zur Anklage wegen Hochverrats auf. „Islamistische Terroristen im Iran nutzen Tuckers antiamerikanischen, pro-islamischen Schund buchstäblich dazu, iranische Kriegspropaganda zu verbreiten“, sagte sie. Sie habe eine Liste mit Namen von Influencern, die angeblich Geld aus Iran, Rußland oder Katar erhalten, an das Justizministerium und ins Weiße Haus geschickt – Carlson stehe ganz oben.

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Doch Carlson hat mächtige Fürsprecher. Sein Sohn Buckley ist Vizechef des Pressebüros von Vizepräsident JD Vance, mit dem Carlson angeblich in engem Austausch steht. Auch aus dem linksliberalen Lager erhält er unerwartet Unterstützung. Der Journalist Glenn Greenwald wetterte gegen jene, die Carlsons Verhaftung fordern: „Wer zum Teufel sind die Israelis, daß sie vorschreiben, amerikanische Journalisten müßten verhaftet werden?“ Kritik an Israel sei kein Verrat.

Neuerdings macht eine besonders brisante Spekulation die Runde: demnach habe die Trump-Administration Carlson bewußt als inoffiziellen Kanal genutzt. Trump habe ihn mehrfach ins Weiße Haus eingeladen – im Wissen um seine Kontakte nach Teheran. Die CIA überwachte nicht Carlson, sondern die iranische Kommunikation. So sei sogar der entscheidende Schlag gegen die iranische Führung möglich geworden.

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Andere warnen vor einem neuen „Russiagate“. Würde Carlson angeklagt, könnten israelkritische Influencer in der Folge kollektiv als ausländische Agenten gebrandmarkt werden, um laufende US-Rußland-Gespräche zu sabotieren. Aus Interviews mit Iranern Hochverrat konstruieren zu wollen, erinnere an die Kampagnen von vor zehn Jahren, als dem damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump Kumpanei mit Rußland vorgeworfen wurde.

Der Fall Tucker Carlson läßt tief blicken und offenbart die tiefen Risse, die mitten durch die US-Gesellschaft gehen – und die ausgerechnet der vormalige Hoffnungsträger Donald Trump vertieft hat. Tucker Carlson ist dabei plötzlich die zentrale Figur in einem weiteren amerikanischen Kulturkampf: diesmal nicht zwischen links und rechts, sondern innerhalb des rechten Lagers. (mü)

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