Kreuzzug 2.0: Christlich-zionistische Fanatiker befeuern den Iran-Krieg

18. März 2026
Kreuzzug 2.0: Christlich-zionistische Fanatiker befeuern den Iran-Krieg
International
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Foto: Symbolbild

Washington. Donald Trumps Krieg gegen den Iran folgt keinerlei strategischen Vernunft, sondern religiösem Wahn. Christliche Fundamentalisten haben die US-Regierung offenbar gekapert. Das ist keine „Verschwörungstheorie“. Entlarvende Selbstzeugnisse aus dem inneren Machtzirkel der USA bestätigen diesen Verdacht. Zwar rebelliert diesmal die Heimatfront: nur 27 Prozent der Amerikaner billigen Trumps Überfall. Zu offenbar dient der Krieg den Groß-Israel-Interessen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanyahu. Anders als bei Bush senior und junior scharen sich die Amerikaner nicht hinter ihrem Präsidenten.

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Doch das kümmert Trump wenig. Unbekümmert um alle Mißhelligkeiten, die den laufenden Waffengang begleiten, fordert er die „bedingungslose Kapitulation“ der Iraner – und erklärte in einem Interview unmißverständlich: „Wir machen weiter, bis sie winseln: ‚Gnade, Onkel!‘ oder bis sie nicht mehr weiterkämpfen können oder so lange, bis keiner mehr da ist, der noch winseln kann (…) bis niemand mehr da ist, um zu kapitulieren.“

Kriegsminister Pete Hegseth legte nach: „Wir fliegen über Iran, wir fliegen über Teheran. (…) Tod und Zerstörung vom Himmel. Den ganzen Tag lang. Unsere Einsatzregeln sind mutig, präzise und bestimmt, amerikanische Macht zu entfesseln und nicht, um sie zu begrenzen. Es ist kein fairer Kampf. Wir verprügeln sie, wenn sie am Boden liegen. Und genauso soll es sein!“

Hegseths bekannte Oberkörper-Tätowierungen verraten den Geist, der ihn antreibt. Auf seiner Brust prangt der Schriftzug „Deus lo vult!“ – „Gott will es!“ Diese von Papst Urban II. 1095 ausgegebene Parole beflügelte die Kreuzzüge. Hegseth wähnt sich im Kreuzzug 2.0.

Präsident Trump unterhält auf Steuerzahlerkosten eine eigene Hofpredigerin. Paula White, Fernseh-Evangelistin, fuchtelt in jüngst bekannt gewordenen Video-Mitschnitten wild mit den Armen und brüllt: „Zuschlagen, zuschlagen, zuschlagen!“ Im Oval Office versammelten sich dieser Tage christlich-zionistische Pastoren, um Trump spirituelle Kraft zuzufächeln. Mummenschanz? Mitnichten.

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Unterdessen beschweren sich immer mehr US-Soldaten über Vorgesetzte, die den Krieg als religiösen Endkampf verkaufen. Mickey Weinstein, Gründer der Military Religious Freedom Foundation, erhielt über 200 Beschwerdebriefe. Ein Kommandeur drängte seine Untergebenen, „unseren Truppen zu sagen, daß dies alles Teil von Gottes göttlichem Plan sei“, und bezog sich „ausdrücklich auf zahlreiche Zitate aus der Offenbarung des Johannes“. Präsident Trump sei „von Jesus gesalbt“ worden, „um im Iran das Signalfeuer zu entzünden, um Armageddon herbeizuführen“.

Weinstein resümiert: „Immer wenn Israel oder die USA im Nahen Osten involviert sind, hören wir diese Geschichten über christliche Nationalisten, die unsere Regierung und natürlich auch unser US-Militär übernommen haben.“

Hinter den Endzeit-Kommandeuren freilich steht ein einflußreiches Netzwerk christlicher Zionisten, die ihre Liebe für das Netanyahu-Regime entdeckt haben. Tele-Evangelist John Hagee scheffelte Millionen mit seiner Organisation „Christians United for Israel“ (CUFI). Sie verfügt über zehn Millionen Mitglieder, unermeßliche Geldmittel – und 110 Abgeordnete im Kongreß. CUFI finanziert israelische Siedler im Westjordanland, die Palästinenser von ihrem Land vertreiben. 3,3 Milliarden Dollar spendeten Hagees Jünger für israelische Siedler und die israelische Armee. (mü)

Bildquelle: Pixabay/gemeinfrei

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