Washington. Der aktuelle US-Angriffskrieg gegen Iran läuft ökonomisch völlig aus dem Ruder. Allein die ersten sechs Tage haben Washington mindestens 11,3 Milliarden Dollar gekostet. Einen Großteil davon verschlang der enorme Munitionsverbrauch. In den ersten 100 Stunden feuerten die US-Streitkräfte 168 „Tomahawk“-Marschflugkörper ab – fast dreimal so viele, wie im gesamten Jahr 2026 produziert werden.
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Wie die „Financial Times“ unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, haben die USA innerhalb weniger Tage Munition verbraucht, die für Jahre gereicht hätte. Die immense Verbrauchsrate nährt nun Sorgen über explodierende Kriegsausgaben und die Frage, wann die Vorräte an Präzisionswaffen wieder aufgefüllt werden können.
Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington schätzte den Abschuß von 168 „Tomahawks“ allein in der Anfangsphase des Krieges. „Das ist ein enormer Verbrauch an ´Tomahawks´. Die Marine wird das noch mehrere Jahre spüren“, zitierte das Blatt eine mit der Materie vertraute Quelle. Die USA stünden vor einem Engpaß, der sich nicht rasch beheben lasse. Jeder dieser Marschflugkörper kostet rund 3,6 Millionen Dollar. In den letzten fünf Jahren wurden lediglich 322 Stück neu angeschafft, 57 davon im laufenden Haushaltsjahr – eine Menge, die nur einen Bruchteil der verschossenen Raketen ersetzen kann.
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Die tatsächlichen Ausgaben stehen in auffälligem Gegensatz zu öffentlichen Bekundungen aus Washington. Kriegsminister Pete Hegseth hatte erst Anfang des Monats betont: „Unsere Munitionsvorräte sind voll, und unser Wille ist unerschütterlich.“ Trump prahlte sogar mit „praktisch unbegrenzten“ Arsenalen, die es erlaubten, „ewig“ Krieg zu führen.
Laut „Financial Times“ will das Pentagon nun umgehend bis zu 50 Milliarden Dollar zusätzlich beim Weißen Haus und Kongress beantragen. Doch dieses Ansinnen dürfte auf erbitterten Widerstand stoßen. Die Demokraten verurteilen den Krieg, der ohne Zustimmung des Kongresses vom Zaun gebrochen wurde, als rechtswidrig. Aber selbst in den eigenen Reihen regt sich Protest. Senatorin Lisa Murkowski (Republikanerin, Alaska) signalisierte die Ablehnung eines Blankoschecks. Sie erinnerte daran, daß das Weiße Haus der Ukraine und Europa bereits mitgeteilt habe, keine weiteren Waffen liefern zu können, ohne die eigenen Bestände zu gefährden. (mü)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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