Nur jeder zehnte Ukrainer dient freiwillig: Zwangsrekrutierung wird verschärft

16. März 2026
Nur jeder zehnte Ukrainer dient freiwillig: Zwangsrekrutierung wird verschärft
International
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Foto: Symbolbild

Kiew. Nur jeder zehnte ukrainische Soldat dient freiwillig in der Armee. Ein hochrangiger Abgeordneter räumte jetzt ein, daß die Zwangsmobilisierung deshalb fortgesetzt werden müsse. Angesichts schwerer Verluste an der Front reiche die Einberufung wehrfähiger Männer zwischen 25 und 60 Jahren nicht aus. Die meisten Rekruten werden zwangsverpflichtet. 

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Der Parlamentsabgeordnete Wadim Iwtschenko erklärte gegenüber „Telegraf Ukraine“, die derzeitige Rekrutierung decke nur acht bis zehn Prozent des Personalbedarfs. Dies müsse sich ändern. Iwtschenko fordert höhere finanzielle Anreize, aber auch schärfere Strafen für Deserteure und Wehrdienstverweigerer. Dazu gehörten die Sperrung von Bankkonten und der Entzug des Kreditzugangs. Ziel sei es, die Rekrutierungsquote auf 16 bis 20 Prozent zu verdoppeln.

Die Wehrpflicht ist in der Ukraine aus nachvollziehbaren Gründen äußerst unpopulär. Wehrdienstverweigerung, Proteste und Korruptionsvorwürfe sind an der Tagesordnung. Verteidigungsminister Michail Fjodorow teilte den Rada-Abgeordneten im Januar mit, daß rund zwei Millionen potentielle Rekruten wegen Wehrdienstverweigerung gesucht würden. Etwa 200.000 Soldaten seien desertiert. Die Armee sucht zudem händeringend nach ausländischen Kämpfern. Im Februar erlaubte Präsident Wolodimir Selenskij per Dekret Männern über 60 Jahren, sich für ein Jahr zu verpflichten.

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Moskau wirft Kiew vor, „bis zum letzten Ukrainer“ für westliche Interessen zu kämpfen. Rußlands Verteidigungsminister Andrei Beloussow bezifferte die ukrainischen Verluste im Jahr 2025 auf fast 500.000 Soldaten. Außenminister Sergei Lawrow sprach sogar von insgesamt einer Million Opfern – Tote, Verwundete, Vermißte und Gefangene eingerechnet. Dadurch verliere Kiew die Möglichkeit, seine Reihen durch Mobilmachung aufzufüllen. (mü)

Bildquelle: Pixabay/gemeinfrei

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