Scott Ritter mit brisanter Prognose: „Die USA werden diesen Krieg verlieren“

13. März 2026
Scott Ritter mit brisanter Prognose: „Die USA werden diesen Krieg verlieren“
International
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Foto: Symbolbild

Delhi/New York. Der ehemalige US-Geheimdienstoffizier Scott Ritter hat sich mit einer provokanten Einschätzung zum Ausgang des aktuellen Konflikts im Nahen Osten zu Wort gemeldet: nicht das Ende der Islamischen Republik sei zu erwarten, sondern eine strategische Niederlage der Vereinigten Staaten und Israels. In einem Gespräch mit dem unabhängigen Portal „India & Global Left“ legte er dar, warum seiner Einschätzung nach der Iran auf dem besten Weg sei, den Krieg zu gewinnen.

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Ritter, der früher auch als Waffeninspekteur der Vereinten Nationen tätig war, sieht die entscheidenden Faktoren auf amerikanischer Seite: die Zahl der eigenen Opfer und die wirtschaftlichen Folgen. Er prophezeit ein langsames Erwachen der US-Bevölkerung: „Dann werden die Menschen langsam aufwachen und endlich erkennen, daß die Worte, die Pete Hegseth, der Präsident und andere von sich geben, leere Worte sind, Lügen, mit denen sie die ganze Zeit belogen wurden. Sie werden erkennen, daß dieser Krieg unnötig war.“

Die politischen Folgen könnten sich für die Trump-Regierung verheerend auswirken. Ritter rechnet mit einem Stimmungsumschwung spätestens zu den Mid-Terms im November und „schrecklichen politischen Konsequenzen für diesen Präsidenten, wenn er diesen Krieg verliert“. Das Ergebnis käme aus seiner Sicht einer krachenden Niederlage gleich: „Das bedeutet, daß die Vereinigten Staaten besiegt, gedemütigt und zum Rückzug aus dem Nahen Osten gezwungen werden. Israel wird in den arabischen Golfstaaten allein zurückbleiben. Wir werden ihre Gebiete von US-amerikanischen Militärstützpunkten säubern müssen.“

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Die militärische Lage beurteilt Ritter aufgrund seiner jahrelangen Analysen als äußerst kritisch für die Angreifer. Der Iran sei besser vorbereitet: „Wenn sich nichts Grundlegendes an der Art und Weise ändert, wie dieser Krieg geführt wird, wird den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten in wenigen Wochen die Munition ausgehen. Dem Iran wird die Munition nicht ausgehen.“ Das Land habe seine Raketen und Drohnen über Jahre hinweg in unterirdischen Lagern gesichert, während die USA ihre Produktion nicht auf Kriegsmodus umgestellt hätten.

Auch die politische Einschätzung des Gegners sei grundlegend falsch gewesen. Die Vorstellung, mit einem Enthauptungsschlag gegen Ayatollah Ali Khamenei und die iranische Führung einen Regimewechsel herbeiführen zu können, habe sich als Irrtum erwiesen – „wir haben genau das Gegenteil erreicht“. Ritter wirft der US-Führungsspitze „ein beispielloses Maß an Unwissenheit über den Iran“ vor. Der weitverbreitete Haß auf die Islamische Republik habe sie völlig blind gemacht.

Einen besonders kritischen Blick wirft der Ex-Offizier auf den Einfluß Israels. „Israel korrumpiert grundlegend die politischen Entscheidungsprozesse hier in den Vereinigten Staaten“, diagnostiziert er. Infolgedessen habe Trump auch die wahrheitsgemäßen Aussagen seiner Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard zum nichtexistenten iranischen Atomwaffenprogramm ignoriert, weil er lieber auf Informationen aus Israel höre.

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Die in diesen Tagen in Washington diskutierte Option eines Bodeneinsatzes hält Ritter für absurd. Er selbst habe in den achtziger Jahren einen Operationsplan für den Fall einer sowjetischen Invasion im Iran erarbeiten müssen und wisse daher genau, daß ein Einmarsch amerikanischer Truppen unmöglich sei. Die wirtschaftlichen Folgen der iranischen Gegenschläge würden den Westen zudem schnell in die Knie zwingen: „Am Ende der Woche wird Europa schreien. Am Ende des Monats wird Europa tot sein. Mitte des Monats werden die US-Amerikaner schreien. Und das ist die Realität.“

Als einzigen Ausweg sieht Ritter einen vollständigen Rückzug. Die USA müßten anerkennen, daß ihre Präsenz im Nahen Osten nicht mehr tragbar sei, und sich dauerhaft aus den Militärstützpunkten in der Region zurückziehen. Die Golfstaaten würden dann erklären, daß die USA auf ihrem Territorium nicht mehr willkommen seien. Israel bliebe isoliert und werde seine Groß-Israel-Pläne aufgeben müssen.

Zu den unbeabsichtigten Folgen des Konflikts zählt Ritter eine mögliche Eskalation zwischen zwei NATO-Partnern. Nachdem der Iran britische Stützpunkte auf Zypern angegriffen habe, habe Athen Kampfflugzeuge, Luftabwehr und Kriegsschiffe nach Zypern entsandt. Das könne wiederum eine türkische Reaktion hervorrufen, „so daß wir sehr wohl in naher Zukunft einen neuen regionalen Krieg zwischen der Türkei und Griechenland erleben könnten“. Den Verzicht des Iran auf Angriffe gegen die US-Basis Incirlik in der Türkei wertet Ritter als Beleg für überlegene Strategie: „Wenn Sie eins und eins zusammenzählen, wissen Sie genau, was vor sich geht. Die Iraner sind schlauer als alle anderen. So ist es nun einmal.“ (mü)

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