München. Es ist eher ein Routineerfolg: die AfD konnte bei der bayerischen Kommunalwahl am Sonntag ihre flächendeckende Präsenz in den Städten und Gemeinden ausbauen, doch die erhofften Durchbrüche blieben aus. Landesweit erreichte die Partei nach ersten Hochrechnungen etwa 12 Prozent der Stimmen, ein deutliches Plus gegenüber den 4,7 Prozent von 2020. Damals trat die AfD nur in einer überschaubaren Anzahl von Kommunen an; diesmal stellte sie Listen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten auf, was bayernweit zu einem Zuwachs auf rund 7,3 Prozent führte. Die „Blauen“ konnten sich Mandate in zahlreichen Gemeinde- und Kreistagen sichern. Der Einzug in eine Bürgermeister- oder Landratsstichwahl gelang allerdings nirgends.
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Am markantesten fallen die Zuwächse in Ostbayern aus, traditionell eine AfD-Hochburg. Im Landkreis Dingolfing-Landau holte AfD-Landeschef Stephan Protschka als Landratskandidat 18,3 Prozent, blieb aber weit hinter dem CSU-Amtsinhaber Werner Bumeder mit 65,3 Prozent zurück. Protschka hatte auf eine Stichwahl gehofft.
In Niederbayern und der Oberpfalz schaffte die AfD in mehreren Wahlkreisen den Sprung über die 15-Prozent-Marke, etwa in Straubing mit 16 Prozent oder in Tirschenreuth mit 17 Prozent, was jeweils eine Verdopplung gegenüber 2020 bedeutet.
In einigen ländlichen Regionen konnten herausragende Erfolge erzielt werden. In Schwaben, etwa im Landkreis Günzburg, konnte man sich von 6 Prozent 2020 auf jetzt 14 Prozent verbessern, was der AfD vier Mandate einbrachte. Ähnlich in Oberfranken: in Hof erreichte sie 13 Prozent, ein Plus von 8 Prozent.
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In den städtischen Zentren blieb der Aufstieg demgegenüber bescheiden. Im grün-roten München landete die AfD bei 6,9 Prozent, ein Zuwachs von vier Prozent gegenüber 2020, der der Rathausgruppierung immerhin den Fraktionsstatus verschafft. In Nürnberg und Augsburg lief es etwas besser: 10 bis 12 Prozent, ebenfalls genug für Fraktionsstärke.
Gegenüber der letzten Wahl 2020 bedeuten die Ergebnisse vom Sonntag eine Konsolidierung. Damals errang die AfD landesweit rund 150 Mandate; nun dürften es über 500 sein. Dennoch enttäuschte das Ergebnis vielerorts die eigenen Erwartungen; in Umfragen waren den „Blauen“ im Vorfeld bis zu 14 Prozent prognostiziert worden. (se)
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