Berlin/Halle. Fast die Hälfte der Bevölkerung in Mitteldeutschland ist mit dem Funktionieren der Demokratie in der Bundesrepublik nicht mehr zufrieden. 49 Prozent der Bürger in den mitteldeutschen Bundesländern empfinden das so, 14 Prozent davon sind sogar „sehr unzufrieden“. Das geht aus dem „Deutschland-Monitor 2025“ hervor, den die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) am Donnerstag in Berlin vorstellen will. Im Westen fällt die Unzufriedenheit mit 38 Prozent geringer aus, nur acht Prozent bekunden starken Unmut. Das korreliert mit dem Wahlverhalten – statistisch wählen in der Alt-Bundesrepublik immer noch rund 75 Prozent des Wahlvolks ausgerechnet diejenigen Parteien immer wieder aufs neue, die für den Zustand des Landes verantwortlich sind.
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Der Untersuchung zufolge ist die Bevölkerung gespalten in der Frage von Veränderungen: ein knappes Viertel der Befragten (23 Prozent) zeigt sich offen für den gesellschaftlichen Wandel und sieht darin eine Chance. Gut die Hälfte (52 Prozent) hat ein zwiespältiges Verhältnis dazu. Ein Viertel (26 Prozent) begegnet Veränderungen vornehmlich mit Skepsis. Allerdings ist die Frage denkbar unklar gestellt – „gesellschaftlicher Wandel“ ist in alle Richtungen möglich, zum Besseren ebenso wie zum Schlechteren.
Die Forscher des Zentrums für Sozialforschung Halle, der Universität Jena und des Leibniz-Instituts GESIS wollten mit indirekten Fragen auch den „Graubereich“ zwischen Demokratie und Diktatur ausloten. Etwa ein Fünftel der Bundesbürger zeigt sich ihnen zufolge empfänglich für autoritäre Vorstellungen, im Osten sei es sogar ein Viertel.
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Bundesweit stimmen 31 Prozent der Aussage zu: „Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, die den Willen des Volkes insgesamt verkörpert.“ Weitere 23 Prozent antworten mit teils/teils – zusammen sind das bundesweit 54 Prozent, also schon mehr als die Hälfte. In Mitteldeutschland liegt die volle Zustimmung bei 35 Prozent, weitere 26 Prozent sagen teils/teils, also zusammen sogar 61 Prozent. Daß politische Entscheidungen von einer „starken Führungspersönlichkeit“ ohne Rücksicht aufs Parlament getroffen werden sollten, befürworten elf Prozent ganz und 21 Prozent teilweise. Auch hier fallen die Werte in Mitteldeutschland höher aus: 15 Prozent bejahen das voll, 22 Prozent teilweise.
Die These, eine Diktatur sei unter bestimmten Umständen die bessere Staatsform, tragen bundesweit vier Prozent ganz und sieben Prozent teilweise mit. In den neuen Bundesländern sind es sechs Prozent mit voller und zwölf Prozent mit teilweiser Zustimmung. Die repräsentative Erhebung basiert auf mehr als 4000 Interviews. (rk)
Bildquelle: Bild von Tom auf Pixabay/gemeinfrei
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