Kopenhagen. Vier Jahre nach Kriegsbeginn wollen immer mehr ukrainische Flüchtlinge dauerhaft in Dänemark bleiben. Das geht aus einer Studie der Universität Kopenhagen und der ROCKWOOL Foundation hervor, die jetzt vom RFBerlin veröffentlicht wurde. Demnach wollen 76 Prozent der Befragten selbst dann nicht zurückkehren, wenn ihre Heimatstadt wieder sicher wäre. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 69 Prozent.
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„Je länger der Krieg dauert, desto mehr Flüchtlinge möchten bleiben“, sagte Studienautorin Mette Foged. 2023 hätten nur die Hälfte der Ukrainer in Dänemark bleiben wollen. Dies könne auch für andere Aufnahmeländer Bedeutung haben. Weitere 21 Prozent der Befragten erklärten, sie würden bis zum Ende der Kampfhandlungen bleiben. Nur drei Prozent planen die sofortige Heimkehr. „Weniger Menschen sehen derzeit eine Zukunft in der Ukraine“, so Foged.
Besonders hoch ist die Bleibeabsicht bei den 18- bis 49jährigen: Hier liegt sie bei rund 80 Prozent. Bei den über 60jährigen will dagegen nur gut die Hälfte in Dänemark bleiben. 77 Prozent der Bleibewilligen haben zudem Angst, abgeschoben zu werden. Für viele sei dies ein ernstes Problem im Alltag, heißt es in der Untersuchung. Ukrainer besitzen in Dänemark lediglich einen vorübergehenden Schutzstatus.
Die Daten wurden mittels Fragebögen unter Erwachsenen erhoben, die zwischen Februar 2022 und Juli 2024 nach Dänemark kamen. Befragt wurde von Oktober 2025 bis Januar 2026. (mü)
Bild von Sergio auf Pixabay/gemeinfrei
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