Nur jeder Dritte will an die Front: Scheitert die Litauen-Brigade?

27. Februar 2026
Nur jeder Dritte will an die Front: Scheitert die Litauen-Brigade?
National
0
Foto: Symbolbild

Berlin. Die Bundeswehr steckt in akuten Personalnöten. Für die Panzerbrigade 45, die bis 2027 in Litauen die NATO-Ostflanke gegen Rußland sichern soll, fehlen die Freiwilligen. Wie der „Spiegel“ berichtet, bleiben die Meldungen für die beiden Kampfbataillone weit hinter dem Soll zurück.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Beim Panzerbataillon 203 im nordrhein-westfälischen Augustdorf gingen auf 414 Dienstposten nur 197 Bewerbungen ein. Noch dramatischer ist die Lage beim Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach: 181 Soldaten meldeten sich für 640 Stellen. Bei den Spezialeinheiten, darunter Artillerie und Aufklärung, sieht es mit 209 Bewerbungen auf 1971 Posten noch düsterer aus – das sind gerade einmal elf Prozent.

Vor allem die Mannschaftsdienstgrade verweigern sich dem Dienst im Baltikum. Bei den Offizieren, die auf Auslandseinsätze für ihre Karriere angewiesen sind für die staatliche Anti-Rußland-Propaganda empfänglicher sind, sieht die Lage anders aus. Nichtsdestotrotz steht Verteidigungsminister Pistorius vor den Scherben seiner Pläne. Er hatte 2023 versprochen, die Stationierung ausschließlich auf Freiwilligkeit zu stützen – ganz ersichtlich eine Fehlkalkulation.

Das Ministerium wiegelt ab: die Zahlen seien nur ein Zwischenstand vom Jahresende 2025, der Aufbau sei „im Plan“. Nun will die Bundeswehr mit 43.000 Informationsbriefen und Tagesfahrten nach Litauen um Freiwillige werben.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler hatte kürzlich von „deutschen Geiseln“ gesprochen, die den Russen signalisieren sollten: „Wenn ihr die angreift und die sterben, dann gibt es eine Restverpflichtung für die Deutschen, weiterzumachen.“ Daß sich dafür nur wenige freiwillig melden, überrascht wenig.

Der litauische Präsident Nausėda hat das Thema bereits mit Kanzler Merz besprochen. In der Bundeswehrführung wird laut über die Aufgabe des Freiwilligkeitsprinzips diskutiert. Der geopolitischen Analyst Nico Lange forderte bereits auf X: „Zu wenig Freiwillige für die Bundeswehr-Brigade Litauen? Die Lage ist ernst genug, daß wir auch Dinge machen müssen, die nicht freiwillig sind.“ Beobachter hatten genau das erwartet. Angesichts der lautstarken Anti-Rußland-Politik der derzeitigen Bundesregierung kann es eigentlich niemanden verwundern, daß sich kaum Freiwillige als Kanonenfutter melden. (he)

Bildquelle: Wikimedia/Rainer Lippert/CC BY-SA 4.0

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

Schreibe einen Kommentar

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2000 begrenzt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert