Kampf um die Ukraine: In der Produktionsschlacht hat Moskau die Nase vorn – im Krieg aber nicht

25. Februar 2026
Kampf um die Ukraine: In der Produktionsschlacht hat Moskau die Nase vorn – im Krieg aber nicht
International
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Foto: Symbolbild

Moskau. Rußland fährt die Munitionsproduktion hoch und spielt den Westen und seine Kapazitäten damit glatt an die Wand. Und schon herrscht Alarmstimmung: der estnische Auslandsgeheimdienst sieht in der rasanten Steigerung mögliche Vorbereitungen für einen weiteren Konflikt. Wie die „Ukrainska Pravda“ berichtet, fertigten russische Fabriken 2025 über sieben Millionen Granaten, Mörserminen und Raketen. 2024 waren es 4,5 Millionen. Seit Kriegsbeginn hat sich die Produktion versiebzehnfacht.

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Die Zahlen im Detail: 3,4 Millionen Haubitzengranaten der Kaliber 122, 152 und 203 Millimeter, 2,3 Millionen Mörserminen, 0,8 Millionen Geschosse für Panzer und Schützenpanzer sowie 0,5 Millionen Raketen für Mehrfachraketenwerfer. Hauptgrund für den Anstieg sind neue Fabriken, die Rußland inzwischen aus dem Boden gestampft hat.

Dazu kommen Importe: seit 2023 lieferten der Iran und Nordkorea fünf bis sieben Millionen Granaten. In der zweiten Jahreshälfte 2025 stammte zeitweise jede zweite abgefeuerte russische Granate aus Pjöngjang. Die Kosten dafür werden von Experten auf rund eine Billion Rubel veranschlagt, etwa elf Milliarden Euro.

Ein 152-Millimeter-Geschoß kostet weniger als 100.000 Rubel (rund 1100 Euro). Westliche 155-Millimeter-Granaten sind deutlich teurer.

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Der estnische Dienst behauptet: „Für den Kreml ist die Erhaltung dieser Vorräte fast sicher ein entscheidendes Element bei der Planung potentieller zukünftiger Konflikte.“ Rußland verfolge langfristige Ziele. Die jüngste Friedensrhetorik sei „nur eine Taktik, um Zeit zu gewinnen“.

Tatsache ist, daß Rußland seine Lehren aus dem aktuellen Konflikt gezogen hat. Am effizientesten hat es sich auf dem ukrainischen Kriegsschauplatz angesichts der allgegenwärtigen Drohnen-Bedrohung erwiesen, den Gegner einfach durch materielle Überlegenheit ausbluten zu lassen. Wie es aussieht, zahlt sich diese Taktik nur bedingt aus. Im vierten Kriegsjahr sah es zwar nicht gut aus für die Ukraine – und die Depots des Westens sind leer. Aber auch die russische Armee steht trotz großspuriger Ankündigungen auch zu Beginn des fünften Kriegsjahres vor großen Problemen und kann seit Monaten kaum noch Gebietsgewinne verbuchen. Außerdem hat der Kreml mit logistischen Problemen rund um die Abschaltung von Starlink sowie der Einschränkung des Kommunikationsmessengers „Signal“ zu kämpfen. Die Pattsituation ist derzeit nicht aufzulösen. (mü/he)

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