Deutschtest-Betrug im großen Stil: Netzwerk schickt Stellvertreter zu Prüfungen

19. Februar 2026
Deutschtest-Betrug im großen Stil: Netzwerk schickt Stellvertreter zu Prüfungen
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

Nürnberg. Es wird immer mehr zur Masche: jetzt sind die Behörden auch in Nürnberg einem Fälscher-Netzwerk auf der Spur, das Migranten mit gefälschten Papieren zu bestandenen Sprachtests verholfen haben soll. Dabei schickten die Hintermänner bezahlte Stellvertreter in die Prüfungen. Diese Männer sprachen gut Deutsch und legten die Tests für jene ab, die eine Aufenthaltserlaubnis oder die Einbürgerung anstrebten. Das Polizeipräsidium Mittelfranken machte den großangelegten Schwindel am Montag öffentlich. Für jede erschlichene Prüfung fielen zwischen 2500 und 6000 Euro an. Die Polizei geht mittlerweile von einem bundesweit agierenden Netzwerk aus.

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Die Betrüger gingen raffinierter vor als bei früheren Fällen gefälschter Sprachzertifikate. Sie präsentierten den Prüfern Dokumente, die das Foto des Stellvertreters mit den persönlichen Daten des eigentlichen Kandidaten zeigten. Diese Fälschungen waren so täuschend, daß das Personal auf den Gemeindeämtern den Austausch nicht bemerkte. Anschließend erhielten die Auftraggeber echte, gültige Zertifikate für ihre Behördengänge.

Die Ermittler nahmen einen 39jährigen Iraker als mutmaßlichen Hauptvermittler fest; er sitzt in Untersuchungshaft. Ebenfalls in Haft befindet sich ein 22jähriger „Deutscher“, den die Polizei im Januar erwischte, als er gerade eine solche Ersatzprüfung ablegen wollte. Weil er sich zur Sprachprüfung meldete, ist davon auszugehen, daß es sich bei dem Mann um einen Eingebürgerten handelt, der dem Anschein nach nicht wie ein Einheimischer aussah. Bereits im Dezember flogen in einer Sprachschule in Nordrhein-Westfalen zehn weitere Stellvertreter auf.

Die Fahnder rechnen mit Ermittlungen in ganz Deutschland. Nach einer ersten Beweissichtung gehen sie von einer hohen zweistelligen Zahl weiterer Fälle aus. (rk)

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