Unbefriedigende Lösung: Schwerverbrecher reist mit 900 Euro „Taschengeld“ aus

12. Februar 2026
Unbefriedigende Lösung: Schwerverbrecher reist mit 900 Euro „Taschengeld“ aus
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

Wien. Ein durchaus fragwürdiger „Erfolg“: Österreich ist zwar einen verurteilten Intensivtäter losgeworden – aber zu dessen Bedingungen. Der 30jährige Afghane verließ das Land in der Nacht zum Dienstag aus freien Stücken. Er nutzte das Angebot einer „eigenständigen kontrollierten Ausreise“ und begab sich direkt nach seiner Haftentlassung zum Flughafen, von wo aus er nach Kabul flog. Damit entging er einem Teil seiner Haftstrafe.

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In der Tasche führte er 900 Euro an Steuergeldern mit, die ihm als sogenanntes Taschengeld mitgegeben wurden. Dieser Betrag stellt den Höchstsatz dar.

Seine kriminelle Bilanz in Österreich ist erdrückend. Seit seiner Einreise vor zehn Jahren kassierte der Mann vier rechtskräftige Verurteilungen. Die Delikte umfassen Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung, schwere Körperverletzung und gefährliche Drohung. Hinzu kommen nicht weniger als zwölf Einträge im kriminalpolizeilichen Register. Obwohl gegen ihn ein Einreise- und Aufenthaltsverbot besteht, verbrachte er den Großteil seiner Zeit auf Kosten der österreichischen Steuerzahler im Land. Sieben der zehn Jahre saß er in Haftanstalten in Sonnberg, Stein und Gerersdorf ein. Die Kosten beliefen sich auf bis zu 186 Euro pro Hafttag, was sich jährlich zur stolzen Summe von nahezu 70.000 Euro summierte.

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Der österreichische Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) bekräftigte die Linie der Regierung: „Verurteilte Straftäter müssen Österreich verlassen.“ Die Statistik gibt ihm Recht. Im vergangenen Jahr wurden 3300 straffällig gewordene Personen abgeschoben oder zur Ausreise bewegt, im Schnitt zehn pro Tag. Der jetzt ausgereiste Afghane ist nur einer von mehreren afghanischen Intensivtätern, deren Aufenthalt in Österreich in jüngster Zeit beendet wurde. Sie alle verbrachten einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit hinter Gittern. (mü)

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