New York/Zürich. Wenn nicht alles täuscht, steht ein weiteres „wokes“ Tabu vor dem Fall: der Gender- und Trans-Wahn ist nicht mehr sakrosankt. Er wird, ausgehend von den USA, zunehmend in Frage gestellt und damit zum Gegenstand einer breiten, ergebnisoffenen Diskussion. Jahrelang war jede kritische Nachfrage zum rasanten Anstieg von „Trans“- und „non-binären“-Identifikationen unter Jugendlichen tabu. Gender-Lobbyisten brandmarkten jedes kritische Hinterfragen umgehend als „transphob“. Dabei ging es keineswegs um die Leugnung von „Trans“identität an sich, sondern um die Beobachtung eines spezifischen, vergleichsweise jungen Musters – junge Menschen, vorwiegend Mädchen, bekundeten „Geschlechtsdysphorie“ bzw. „Gender-Inkongruenz“, also Unwohlsein angesichts des eigenen biologischen Geschlechts. Das dogmatische Credo der „Woken“ beharrte darauf, daß vorbehaltlose Unterstützung jeder vermeintlichen – auch eingebildeten – Identität die einzig legitime Herangehensweise sei.
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Doch das scheint nun zu Ende. Mehrere Indizien und Studien deuten auf eine signifikante Abschwächung des Trends hin. Der britisch-kanadische Politologe Eric Kaufmann analysierte Umfragedaten amerikanischer Studenten. Seine Auswertung machte einen deutlichen Rückgang der sogenannten „nicht-binären“ Selbstidentifikation sichtbar. An einer der von ihm untersuchten Hochschulen sank der Anteil von 8 Prozent im Jahr 2023 auf nur noch 2 Prozent im Jahr 2025. „Die Zahlen seien „im freien Fall“, kommentierte Kaufmann seinen Bericht mit dem Titel „Der Rückgang trans und queerer Identität unter jungen Amerikanern“. Er wurde für diese Analyse zwar heftig attackiert, und methodische Fehler wurden ihm unterstellt. Er ist mit seiner Beobachtung aber nicht allein.
Unterstützung erhält er vom Linguisten John McWhorter, Kolumnist der „New York Times“. McWhorter, der die „pronominale Revolution“ zunächst mitgetragen hatte, stellt nun einen entgegengesetzten Trend fest. Ende 2025 nahm er die Pronomen „he“ und „she“ in seine Liste der „Wörter und Phrasen des Jahres“ auf und schrieb: „Binäre Geschlechter sind wieder auf dem Vormarsch, und damit auch die Pronomen, die am engsten mit ihnen verbunden sind.“
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Auch die Psychologieprofessorin Jean M. Twenge liefert konkrete Zahlen aus repräsentativen US-Umfragen. Demnach sank der Anteil der 18- bis 22jährigen, die sich als „trans“ identifizieren, von 2022 bis 2024 um die Hälfte. Ein ähnlicher Rückgang zeigte sich bei „nicht-binären“ Identitäten. Twenge betont den generationenspezifischen Effekt: „Amerikaner, die in den frühen 2000er Jahren geboren wurden, identifizierten sich eher als transgender als diejenigen, die vor oder nach ihnen geboren wurden.“
US-Trends erreichen Europa meist mit Verzögerung. So auch in diesem Fall. In der Schweiz spiegelt sich der Trend in den Fallzahlen der „Gender-Sprechstunde“ der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich wider. Nach einem kontinuierlichen Anstieg und einem Höhepunkt von 134 Anmeldungen im Jahr 2021 – mitten in der Corona-„Pandemie“ – halbierte sich die Zahl bis 2024 auf 60. Der demonstrative Aktivismus, den Ärzte, Politiker und Lehrer damals an den Tag legten, verliert sichtbar an Schwung. Die früher gern vorgebrachte Erklärung, der Anstieg sei allein auf bessere Aufklärung und Sichtbarkeit zurückzuführen, wirkt angesichts des jähen Rückgangs nicht überzeugend. Stattdessen gewinnt die Erklärung an Plausibilität, daß es sich zumindest bei einem Teil der Fälle eher um einen sozialen „Hype“, eine Art Mode handelte.
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Die „Pandemie“ fungierte dabei als Katalysator. Isoliert von ihrem gewohnten Umfeld, verbrachten Jugendliche damals viel Zeit in sozialen Medien, die gleichzeitig Problemdiagnosen und scheinbar einfache Identitätslösungen anboten. Viele Eltern in Selbsthilfegruppen berichteten von plötzlichen „Coming-outs“ ihrer Kinder, gefolgt von einem vollständigen Rückzug in die Trans-Community.
Wenn nicht alles täuscht, findet jetzt der „Roll-back“ statt. Unter US-Präsident Donald Trump werden großangelegte staatliche Umfragen und Programme zur Gender-Identität gestrichen. Auch hier wird Europa früher oder später nachziehen und Gender-Projekte – etwa an den Hochschulen –, die in den letzten 15 Jahren allenthalben wie Pilze aus dem Boden schossen, wieder streichen. Die öffentlichen Haushalte werden sich diesen Luxus schlicht und einfach nicht mehr leisten können.
Ein Effekt ist auf alle Fälle bereits spürbar: die Diskussion hat sich normalisiert und entdogmatisiert. Themen, die bis vor kurzem undenkbar waren, werden jetzt zunehmend offener debattiert, etwa die Frage nach dem Nutzen und den Risiken medizinischer Eingriffe bei Jugendlichen. Die schweigende Mehrheit, die ohnehin stets die Existenz biologischer Geschlechter anerkannte, findet wieder Gehör. Der Höhepunkt des Genderwahns scheint überschritten. (mü)
Bildquelle: Pixabay
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