Berlin. Seit Jahren unternimmt die Bundesregierung erhebliche Anstrengungen, um den Personalbestand der Bundeswehr zu erhöhen. Schließlich rüstet man sich – auch offizieller Lesart zufolge – für den militärischen Konflikt mit Rußland, der von „Experten“ schon für die nächsten Jahre erwartet wird.
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Jetzt kann das Verteidigungsministerium einen Erfolg melden: zum Jahresende 2025 zählte die Truppe genau 184.200 aktive Soldaten. Das ist ein Zuwachs von rund 3000 Soldaten gegenüber dem Vorjahr und der höchste Personalstand seit zwölf Jahren. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht darin einen Erfolg: „Wir haben das beste Einstellungsergebnis seit Aussetzung der Wehrpflicht. Außerdem ist die aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht mehr.“
Besonders stark legte demnach der freiwillige Wehrdienst zu. Die Zahl der Freiwilligen stieg innerhalb eines Jahres um mehr als 18 Prozent von 10.300 auf 12.200. Dennoch verfehlte das Ministerium sein selbstgestecktes Ziel von 15.000 Neueinstellungen klar. Für das laufende Jahr wird nun die ehrgeizige Zielmarke von 20.000 Freiwilligen angesteuert.
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Trotz des Aufwärtstrends bleibt der Personalbedarf immens. Gemäß den NATO-Vorgaben muß die aktive Truppenstärke der Bundeswehr bis Mitte der 2030er Jahre auf 260.000 Soldaten anwachsen. Zusätzlich ist der Aufbau einer Reserve von 200.000 Kräften geplant. Diese soll maßgeblich aus Absolventen des neu eingeführten Wehrdienstes rekrutiert werden, für den mittlerweile die rechtlichen Grundlagen geschaffen wurden.
Was Pistorius bei seiner Erfolgsmeldung verschweigt: zwar stieg der Freiwilligen-Aufwuchs um 18 Prozent – aber gleichzeitig explodierte die Zahl der Wehrdienstverweigerer förmlich: beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) gingen im vergangenen Jahr insgesamt 3.867 entsprechende Anträge ein, ließ eine Sprecherin der Behörde die „Augsburger Allgemeine“ wissen – 72 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
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Allein im Dezember, als der Bundestag die Pläne für den neuen Wehrdienst beschloß, seien 371 Schreiben eingereicht worden. Dies waren innerhalb eines einzigen Monats fast doppelt so viele Anträge, wie im gesamten Jahr 2021 gestellt wurden. Es ist absehbar, daß sich die erwünschte Aufstockung auf 260.000 aktive Soldaten mit dem neuen Freiwilligen-Wehrpflichtmodell kaum wird machen lassen. (he)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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Unsere Bundeswehr rüstet sich also für den militärischen Konflikt mit Rußland, der von „Experten“ – vermutlich der NATO – schon für die nächsten Jahre erwartet wird. (Artikel, erster Absatz).
Aber wie hat man sich einen „militärischen Konflikt mit Rußland“ denn vorzustellen? Im Gegensatz zum damaligen Kalten Krieg hat die Bundesrepublik Deutschland keine gemeinsame Grenze mehr mit einem Staat, der mit der kommunistischen Sowjetunion eng befreundet war. Damals bestand die reale Gefahr, daß bei Nacht und Nebel feindliche Panzer und feindliche Soldaten in großer Zahl auf das Staatsgebiet der BR Deutschland vordringen würden. Heute im Zeitalter von Kampfdrohnen und Hyperschallraketen kann die militärische Bedrohung für Deutschland eigentlich nur aus der Luft kommen.
Was ein „militärischer Konflikt mit Rußland“ für Deutschland bedeuten würde, kann anschaulich in den ukrainischen Städten besichtigt werden. Die ukrainische Bevölkerung leidet wegen der winterlichen Kälte massiv unter den nächtlichen russischen Angriffen auf die Infrastruktur (Strom, Heizung etc.).
Wieso die ukrainische Armeeführung angesichts des grenzenlosen Desasters nicht längst die Waffen gestreckt (kapituliert) hat, damit das Leiden des ukrainischen Volkes endlich ein Ende hat, ist mir schleierhaft. Würde Bundeskanzler Merz (CDU) in einer ähnlichen Situation wie Selenskyj handeln, hätten unsere Bürgerinnen und Bürger ihn längst zum Teufel gejagt!
Aber noch ist Deutschland Mitglied der NATO und folglich an deren Vorgaben gebunden. Deswegen ist es für Deutschland höchste Zeit, der NATO „tschüss“ zu sagen und zu Putins und Lawrows Rußland endlich gute Beziehungen herzustellen!
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