München/Kiew. Das Münchner Unternehmen Helsing gilt als einer der großen Profiteure des aktuellen Rüstungsbooms. Erst 2021 gegründet, hatte sich die Firma ursprünglich als Software-Unternehmen profiliert – inzwischen gilt sie aber als einer der besonders hoffnungsvollen (und renditeverdächtigen!) Kandidaten am deutschen Rüstungshimmel. Und: im Vorstand der Münchner Firma sitzen ideologische Überzeugungstäter – allen Ernstes wirbt das Unternehmen auf seiner Homepage mit „Künstlicher Intelligenz zum Schutze unserer Demokratien“.
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Doch die Ukrainer, die von Helsing mit seinen top-modernen Drohnen beliefert werden, können sich von der vollmundigen Demokratie-Verteidigung wenig kaufen. Denn die unbemannten Fluggeräte aus München halten nicht, was sie versprechen. Anfang 2025 sicherte das Bundesverteidigungsministerium Kiew die Lieferung von 6000 bewaffneten Kamikaze-Drohnen von Helsing zu. Sie wurde zum peinlichen Flop.
„Wir haben die Drecksarbeit für Helsing gemacht“, zitiert die „Welt“ einen ukrainischen Soldaten, der das Vergnügen hatte, Helsing-Drohnen unter Ernstfallbedingungen an der ukrainischen Ostfront zu testen. Die gelieferten Flugkörper wiesen erhebliche Defekte auf.
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Firmensprecher priesen noch im vorigen Jahr eine „kampferprobte Software“ für die Ukraine und versprachen einen besonderen Beitrag zum Sieg der Demokratie. Öffentlich bewarb Helsing stets das leistungsstarke Modell HX-2, das KI-gesteuert bis zu 100 Kilometer fliegen kann. Aber in der Ukraine trafen nur Geräte des schwächeren Typs HF-1 ein. „Das war damals eine große PR-Kampagne“, ist aus dem ukrainischen Militär zu hören.
Denn die Wunderwaffen aus München versagten peinlich. Berichten zufolge stürzten viele Drohnen unmittelbar nach dem Start ab. Weitere Mängel betrafen kaputte Ruder, aufwendige Montage und ein „abnormales Bordverhalten“. An einer Stelle wird die HF-1 sogar als „nicht flugtauglich“ eingestuft. Ein zusätzliches Problem ergab sich aus der Mischung chinesischer und ukrainischer Komponenten in der verbauten Technik. Ukrainische Soldaten bezeichneten das gesamte Projekt als „Desaster“.
Helsing reagierte auf Pressenachfragen mit dem Hinweis auf inzwischen verbesserte Trefferquoten. Nach einem Besuch von Firmenmitarbeitern habe sich die Handhabung der Drohnen auch aus Sicht der ukrainischen Truppen verbessert. Defekte Exemplare seien ersetzt worden. Nun sollen weitere Tranchen des leistungsstärkeren Typs HX-2 geliefert werden. (mü)
Bild von Alex auf Pixabay/gemeinfrei
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