Berlin. Die Tage nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz offenbarten nicht zuletzt ein beispielloses Versagen der Behörden: nichts war vorbereitet – jedenfalls nicht für einheimische Rentner und Bedürftige –, es gab keine Hilfe, keine Notstromversorgung, und zu allem Überfluß lehnte die zuständige grüne Bezirksbürgermeisterin auch noch die Hilfe der Bundeswehr ab. Als Totalausfall wird auch der Regierende CDU-Bürgermeister Kai Wegner in Erinnerung bleiben. Er hat gleich am ersten Tag des großen Stromausfalls eine Tenniseinlage absolviert. Dies geht aus einer Auskunft der Senatskanzlei an den Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hervor. Demnach befand sich Wegner am Samstagnachmittag zwischen 13 und 14 Uhr auf einem Tennisplatz am Stadtrand. Ein Sprecher betonte, der Bürgermeister sei währenddessen stets erreichbar gewesen.
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Diese Angaben widersprechen aber Wegners Schilderungen vom darauffolgenden Tag. Bei seinem ersten Presseauftritt am Sonntagmorgen behauptete er, den gesamten Samstag zu Hause verbracht und dort Aufgaben koordiniert zu haben. Er habe mit den Krisenstäben kommuniziert und an einer wichtigen Telefonschaltung teilgenommen.
Das stimmt ersichtlich nicht. Gegenüber „Welt“-Chefredakteur Ulf Poschardt sah sich schließlich auch Wegner veranlaßt, die Tennisstunde einzuräumen und damit zu begründen, er habe „den Kopf freikriegen“ müssen, nachdem er seit etwa acht Uhr gearbeitet habe. Sein Handy sei dabei auf „laut“ gestellt gewesen.
Beobachter sprechen inzwischen vom „Anne-Spiegel-Moment“ des Berliner Bürgermeisters – in Anspielung auf die frühere grüne Bundesfamilienministerin, die bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 in den Urlaub fuhr und deshalb zurücktreten mußte. Auch im Fall des Berliner Bürgermeisters werden die Stimmen lauter, die Konsequenzen aus der Tenniseinlage fordern. (tw)
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