Wieder ein erfundener Kriegsgrund: Es gab kein „Cartel de los Soles“

11. Januar 2026
Wieder ein erfundener Kriegsgrund: Es gab kein „Cartel de los Soles“
International
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Foto: Symbolbild

Washington/Caracas. Monatelang behauptete die Trump-Regierung, Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sei entweder selbst Anführer des Drogen-Netzwerkes „Cartel de los Soles“ oder zumindest tief in dessen Machenschaften verstrickt. Nun ließ das US-Justizministerium diese Anschuldigung stillschweigend fallen.

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Die „New York Times“ hält fest: „Eine Anklage gegen Herrn Maduro aus dem Jahr 2020 beschuldigte ihn der Führung einer gewalttätigen Drogenorganisation namens Cartel de los Soles. US-Geheimdienste gingen jedoch davon aus, daß Herr Maduro tatsächlich mit einer anderen Gruppe, Tren de Aragua, im Konflikt stand, und Analysten erklärten, das Cartel de los Soles existiere nicht als konkrete Organisation.“

Die Fiktion reiht sich nahtlos an andere Kriegslügen der US-Propaganda wie die angeblichen irakischen Brutkästen (1991) oder nichtexistente irakische Massenvernichtungswaffen (2003). Die neue Anklage gegen den entführten venezolanischen Präsidenten Maduro konzentriert sich nun auf Waffendelikte und Kokainhandel.

Die gesamte amerikanische Militäraktion gegen Caracas baut auf Täuschung. Maduro hatte nie mit Rauschgift zu tun. Der Anteil Venezuelas am globalen Kokainhandel ist marginal. Für die tödliche Fentanyl-Epidemie in den USA trägt das Land keinerlei Verantwortung.

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Die stete Beschwörung des erfundenen Kartells durch Trump folgte demselben Muster wie George W. Bushs Lüge über die irakischen Massenvernichtungswaffen, für die sein Außenminister Colin Powell vor der UNO sogar gefälschte Beweise präsentierte. Beide Kriege waren banale Angriffs- und Plünderungszüge, die mit Falschbehauptungen gerechtfertigt wurden.

PS: Weder Brüssel noch die meisten europäischen Regierungen konnten sich bislang zu einer eindeutigen Verurteilung des amerikanischen Vorgehens durchringen. Dabei handelte es sich um nichts anderes als eine begrenzte militärische Spezialaktion – genau das, was der Westen Rußland seit 2020 permanent vorwirft. Hier wird ersichtlich mit zweierlei Maß gemessen. (mü)

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