Moskau/Washington. Das Thema sorgte in den ersten Monaten nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine 2022 für Schlagzeilen, verschwand dann aber wieder in der Versenkung. Die Rede ist von Hinweisen auf amerikanische Bio- oder Biowaffenlabore in der Ukraine, die russischen Soldaten damals in die Hände gefallen sein sollen. Moskau präsentierte der internationalen Öffentlichkeit sogar zahlreiche Dokumente, doch der westliche Mainstream wiegelte ab.
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Nun verlangt Rußland von den Vereinigten Staaten und der Ukraine erneut umfassende Aufklärung über die dortigen biologischen Aktivitäten. Oleg Postnikow, Leiter der Abteilung für Nichtverbreitung im russischen Außenministerium, bekräftigte die Forderung in einem Interview RIA Nowosti gegenüber. „Wir bestehen weiterhin darauf, daß die amerikanische und die ukrainische Seite die entstandene unglückliche Situation klären, um einen ernsthaften Störfaktor zu beseitigen, der das BWC-Regime [Übereinkommen über das Verbot biologischer Waffen; d. Red.] und die globale Biosicherheit untergräbt“, sagte er.
Das Problem sei nach wie vor ungelöst, unterstrich Postnikow. Moskau habe bisher keine zufriedenstellende Antwort erhalten. Der Diplomat bezog sich auf das BWC-Übereinkommen, das seit 1975 in Kraft ist und von 189 Staaten unterzeichnet wurde. Diese verpflichten sich darin, keine biologischen Waffen zu entwickeln, herzustellen oder zu lagern.
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Die russischen Vorwürfe reichen bis ins Jahr 2022 zurück. Moskau behauptete damals, in der Ukraine ein Netzwerk von Biolaboren entdeckt zu haben. Diese hätten im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums mit Erregern gefährlicher Krankheiten gearbeitet. Später beschuldigte Kremlchef Putin die Ukraine, in Grenznähe Komponenten für biologische Waffen produziert zu haben. Sowohl Washington als auch Kiew wiesen diese Anschuldigungen stets zurück, Beweise liegen dafür auch keine vor.
Moskau brachte das Thema sogar mehrfach vor den UN-Sicherheitsrat. Die Vereinten Nationen erklärten jedoch, sie seien nicht in der Lage, die von Rußland vorgelegten Informationen zu überprüfen. Für den Kreml bleibt die Angelegenheit jedoch ein sensibles Thema, das noch lange nicht zu den Akten gelegt werden kann. (mü)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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