Das Gehirnimplantat ist marktreif: Neuralink kündigt Serienfertigung an

7. Januar 2026
Das Gehirnimplantat ist marktreif: Neuralink kündigt Serienfertigung an
International
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Foto: Symbolbild

Delaware/Nevada. Elon Musks Unternehmen Neuralink forscht seit Jahren mit Hochdruck an der sogenannten „Mensch-Maschine-Schnittstelle“. Dabei geht es unter anderem um so brisante Fragen wie die Speicher- und Auslesbarkeit von Bewußtseinsinhalten und die Steuerung des menschlichen Gehirns von außen. Einige Jahre lang hat man hierzulande nicht viel von Neuralink gehört. Zuletzt mußte Musk Mißerfolge melden – einige Testaffen, an denen Prototypen von Gehirnimplantaten erprobt worden waren, waren gestorben.

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Vor diesem Hintergrund ist eine aktuelle Nachricht eine echte Sensation: Neuralink will demnächst mit der Serienfertigung seiner Gehirnimplantate starten. Elon Musk gab auf X bekannt, die „Massenproduktion“ von Gehirn-Computer-Schnittstellen beginne nun. Schon im laufenden Jahr, so Musks Plan, soll auch der gesamte chirurgische Eingriff von Robotern durchgeführt werden.

Ziel der Implantate ist zunächst, Menschen mit Querschnittslähmungen zu unterstützen. Ein erster Patient nutzte die Technologie schon, um Videospiele zu spielen, im Web zu surfen und einen Laptop-Cursor zu bewegen. Die klinischen Tests am Menschen begannen 2024, nachdem Neuralink frühere Sicherheitsvorbehalte der US-Gesundheitsbehörde FDA ausgeräumt hatte.

Aktuell tragen zwölf schwer gelähmte Personen das Neuralink-Implantat. Sie bedienen damit digitale und physische Geräte allein durch Gedankenkraft. Im Juni waren es noch sieben. Die kumulierte Tragezeit liegt bei über 2.000 Tagen, die Nutzungsdauer bei 15.000 Stunden. Für den Sommer kündigte das Unternehmen zudem eine klinische Studie in Großbritannien an, die mit dem University College London Hospital und dem Newcastle Hospital zusammenarbeiten soll.

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Um den regulatorischen Prozeß zu beschleunigen, verpflichtete Neuralink im Dezember David McMullen. Der frühere Direktor der zuständigen FDA-Abteilung für neurologische Medizinprodukte soll nun als Leiter Medical Affairs die Zulassung vorantreiben. Seine Mission ist es, den „verantwortungsbewußten“ und großflächigen Einsatz der Technologie sicherzustellen. Bisher hat die FDA kein einziges BCI-Gerät für den dauerhaften kommerziellen Gebrauch freigegeben. Neuralink strebt an, das Implantat bis 2030 auch bei gesunden Menschen einzusetzen. Bei Videospielen wird es dann nicht mehr bleiben. (mü)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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