Berlin. Eigentlich ist das kein Thema für eine moderne Industriegesellschaft – sollte man meinen: die aktuelle Wetterprognose, die für Deutschland mindestens bis Ende der zweiten Januarwoche eisige Temperaturen unter dem Nullpunkt vorhersagt. Aber die Bundesrepublik hat sich von einigen Standards funktionierender Industriegesellschaften verabschiedet. Deshalb kann das Wetter jetzt riskant werden.
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Denn: die deutschen Gasspeicher verlieren in der laufenden Heizsaison rapide an Inhalt. Innerhalb von nur vierzehn Tagen sackte der Füllstand um über vier Prozent auf zuletzt rund 59 Prozent ab. Zum Jahreswechsel 2024/25 lag er noch bei fast 80 Prozent. Damit bleibt das aktuelle Niveau deutlich unter dem historischen Vergleichswert von etwa 74 Prozent Ende Dezember aus den Jahren 2017 bis 2021.
Zwar sind alle rechtlichen Vorgaben erfüllt; die Speicher mußten bis zum 1. November zu 70 Prozent gefüllt sein, und bis zum 1. Februar sind noch 30 Prozent bundesweit vorgeschrieben. Die Lage sei im Griff, behauptet die Bundesnetzagentur, die erklärt: „Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein.“
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Doch die Speicherbetreiber mahnen zur Vorsicht. Sie sehen bei anhaltend strengem Frost schon ab Januar mögliche „Unterdeckungen“, wenn die Nachfrage das verfügbare gespeicherte Gas übersteigt.
Drei Gründe führen zu den derzeit geringeren Reserven. Erstens startete das Jahr mit schon stark geleerten Speichern nach einem kalten Winter. Zweitens verbrauchte die Industrie mehr Erdgas als erwartet. Drittens wirkten Marktmechanismen: zeitweise war Sommergas 2025 teurer als Wintergas, was wirtschaftliche Anreize zum Einspeichern zunichte machte.
Hinzu kommt – und das ist am gravierendsten – der Abbau staatlicher Vorsichtsmaßnahmen, neben Atomausstieg und Heizungsgesetz eine besonders verhängnisvolle Altlast der „Ampel“-Regierung. Seit Frühjahr 2025 gilt keine 90-Prozent-Vorgabe mehr für den 1. November. Ab Januar 2026 entfällt zudem die Gasspeicher-Sicherheitsumlage, mit der der Staat in der Vergangenheit eigene Vorratskäufe finanziert hatte. Ihr Wegfall dämpft kurzfristig die Preise, beseitigt aber auch ein wichtiges Sicherheitsnetz für die künftige Winterfüllung.
Die nächsten Wochen sind entscheidend. Ob die Versorgung stabil bleibt, hängt paradoxerweise hauptsächliche von der Kälte ab. (rk)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
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