Berlin/Nürnberg. Noch eine Bankrotterklärung: die Chancen, nach einer Kündigung bald einen neuen Arbeitsplatz zu finden, waren noch nie so schlecht wie derzeit. Das teilte Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit, in einem Interview mit. Der „Wahrscheinlichkeitsindikator“, der diese Jobchance wiedergibt, sei auf einen historischen Tiefstand von 5,7 abgestürzt. Normal liege er bei etwa sieben. Anders ausgedrückt: eigentlich könnte man die Jobcenter dann auch gleich dichtmachen.
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Von der Krise seien alle Branchen betroffen. Für keinen Sektor seien derzeit gute Einstellungschancen zu verzeichnen. Zwar hätten Höherqualifizierte etwas bessere Aussichten, doch insgesamt herrsche Flaute. Besonders dramatisch stellt sich die Situation für Ausbildungsplatzsuchende dar. „Wir haben so wenig junge Menschen in Ausbildung vermittelt bekommen wie seit 25 Jahren nicht mehr“, konstatierte die Arbeitsagentur-Chefin.
Ihr Rat an Berufsanfänger ist, sich nicht auf einen einzigen Traumberuf zu versteifen. Auch die Mobilitätsbereitschaft müsse steigen. „Da wünsche ich mir mehr Flexibilität, nicht nur von jungen Leuten“, sagte Nahles. Offene Stellen existierten durchaus, nur oft nicht am gewohnten Wohnort.
Die desolate Lage steht in krassem Gegensatz zu den vollmundigen Ankündigungen der Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz. Bei seinem Amtsantritt im Mai hatte er versprochen, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und neues Wachstum zu schaffen. Die tatsächlich ergriffenen Schritte – vor allem Entbürokratisierung und steuerliche Manöver – zeigen jedoch kaum Wirkung. (rk)
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