Karlsruhe. Es gibt nicht nur Rossmann und Fritz-Kola – diese beiden und zahlreiche andere deutsche Firmen waren vor einigen Wochen prompt aus dem Verband der Familienunternehmer ausgetreten, als die Verbandsleitung für kurze Zeit Gesprächsbereitschaft in Richtung AfD signalisiert hatte. Nach heftiger Kritik durch Medien und Kartellparteien wurde flugs zurückgerudert und die „Brandmauer“ eiligst bekräftigt.
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Doch nicht alle Unternehmer reagieren so stromlinienförmig. Der Chef der Drogeriekette DM, Christoph Werner, hält den medialen Aufschrei für heuchlerisch, der den Unternehmerverband nach der Einladung von AfD-Abgeordneten zu einem Parlamentarischen Abend traf. Der Shitstorm sei rein „virtueller Natur“ gewesen, erklärte der 53jährige im Podcast „Table Today“. Auch litten die Geschäfte in keiner Weise, wie zunächst unterstellt wurde: „Wir konnten beispielsweise jetzt in diesen Geschehnissen der letzten Wochen erleben, daß wir im Umsatz keine Auffälligkeiten hatten.“
Werner beklagt eine vergiftete Debattenkultur. Der öffentliche Druck führe zu Selbstzensur. „Und dann haben wir das Problem, daß am Ende nur noch die Lautsprecher das Regiment führen.“ Besonders die „Blasenbildung im Netz“ erschwere echten Austausch. Die Einladung der Abgeordneten aller Fraktionen durch den Verband der Familienunternehmer, an der sich der Skandal entzündet hatte, verteidigt Werner konsequent. „Da ist es meines Erachtens normal, daß ein Wirtschaftsverband (…) mit den Mitgliedern der Legislative in den Austausch kommt.“ Man müsse strikt trennen: die Wirtschaft agiere mit Amtsträgern, die Politik mit Parteien. „Und das sollten wir schön auseinanderhalten.“
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Leere Symbolpolitik lehnt er hingegen ab. Als Beispiel nennt er die Edeka-Kampagne „Warum bei Edeka Blau nicht zur Wahl steht“. „Das hat nichts bewirkt“, urteilt Werner. „Ich kann nicht beobachten, daß ein Bekenntnis von einem Unternehmen, für oder gegen eine Partei zu sein, eine Wirkung hat.“ Statt öffentlicher Bekenntnisse sei die gelebte Unternehmenskultur entscheidend, „da können wir vorbildlich sein.“
Werners Rat an die etablierten Parteien: sie müßten mit besseren Angeboten überzeugen, nicht mit Warnungen vor der Konkurrenz. „Es ist Leistung, die letzten Endes überzeugt.“ (rk)
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