Frieden als Geschäftsmodell: BlackRock übernimmt in der Ukraine

29. Dezember 2025
Frieden als Geschäftsmodell: BlackRock übernimmt in der Ukraine
International
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Foto: Symbolbild

Washington/Kiew. Im Schatten der aktuellen Ukraine-Verhandlungen erscheinen jetzt unversehens neue Akteure im Rampenlicht, die den schwierigen Friedensprozeß in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Neuerdings mischt Larry Fink, Chef des Investmentgiganten BlackRock, bei den entscheidenden Gesprächen mit. Er nahm unlängst an einem Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj, Trump-Schwiegersohn Jared Kushner und US-Finanzminister Scott Bessent teil.

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Selenskyj selbst bestätigte die Rolle des Kapitalmarkt-Managers. „Tatsächlich könnte dies als erstes Treffen der Gruppe betrachtet werden, die an einem Dokument zum Wiederaufbau und zur wirtschaftlichen Erholung der Ukraine arbeiten wird“, erklärte er. Neben einem Friedensplan mit zwanzig Punkten würden Papiere zu Sicherheitsgarantien, zum „Wiederaufbau und gemeinsamen Investitionen“ vorbereitet, teilte Selenskyj weiter mit.

Finks Auftreten ist ein strategischer Schlag gegen die Ambitionen der Europäer. Insbesondere für Bundeskanzler Friedrich Merz, der von 2016 bis 2020 Aufsichtsrats-Chef der deutschen Abteilung von BlackRock war, bedeutet sie eine handfeste Blamage. Denn Fink und Co. sind auf dem besten Wege, die Europäer aus der Führungsrolle beim geplanten Wiederaufbaufonds herauszudrängen. „Unsere Einschätzung ist, daß wir finanzielles Wachstum wirklich verstehen“, plauderte ein hoher US-Verhandlungsteilnehmer aus dem Nähkästchen. Der europäische Ansatz gelte in Washington als ineffizient.

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Konkret planen die USA, die beschlagnahmten russischen Vermögen in Höhe von 183 Milliarden Euro nicht etwa – wie die Europäer – dauerhaft einzufrieren, sondern als Startkapital einzusetzen. Unter amerikanischer Verwaltung soll dieser Fonds auf 800 Milliarden Dollar anwachsen. Finanziert werden sollen damit großangelegte, US-geführte Projekte – etwa der Bau riesiger Rechenzentren, betrieben mit Strom aus dem russisch kontrollierten Atomkraftwerk Saporoschje.

BlackRock hatte die Suche nach Investoren für einen Wiederaufbaufonds zwar zu Jahresbeginn eingestellt. Das änderte aber nichts daran, daß unter anderem riesige Ackerflächen in der Ukraine schon seit langem an milliardenschwere US-Investoren – unter ihnen auch BlackRock – verpfändet sind. Diese haben ein mindestens ebenso großes Interesse an einem baldigen Frieden in der Ukraine wie die Europäer am Krieg. Es ist deshalb nur konsequent, daß sich Fink jetzt im Zentrum der Macht präsentiert.

Während sich Merz bei der geplanten Beschlagnahme der russischen Gelder erneut eine Niederlage eingehandelt hat, übernehmen nun amerikanische Finanzexperten das Steuer. Die verzweifelten Bemühungen der Europäer, die Ukraine mit dem jüngsten Kredit für weitere zwei Jahre im Kriegsgeschehen zu halten, laufen letztlich ins Leere. Die Zeit arbeitet für Fink, nicht für Merz. (rk)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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