Berlin. Die deutsche Industrie hat die von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel verordnete „Energiewende“ ohne Murren geschluckt und seither jede weitere Verschärfung der Klimapolitik widerspruchslos abgenickt. Inzwischen rächt sich das massiv – die deutsche Industrie ist international immer weniger konkurrenzfähig, weil ihr Energiekosten, CO2-Bepreisung und immer neue Klimaschutz-Vorschriften über den Kopf wachsen.
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Spät, aber immerhin vernehmlich kommt nun Widerspruch. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Peter Adrian, stellt die Finanzierbarkeit der deutschen Klimapolitik rundweg in Frage. Die geplante Umstellung auf Klimaneutralität überfordere die Wirtschaft finanziell und gefährde den Standort Deutschland.
Adrian verweist auf eine DIHK-Studie, die die deutschen Klimaschutz-Kosten von 2025 bis 2049 auf rund fünf Billionen (!) Euro beziffert. Der DIHK-Chef stellt im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ klar: „Wo sollen die herkommen? Das ist für die Privatwirtschaft schlicht nicht zu stemmen.“ Ohne globale Koordination schade sich Europa selbst: „Ohne eine internationale Abstimmung schneiden wir uns im Wettbewerb ins eigene Fleisch – und kommen auch beim Klimaschutz global nicht weiter.“
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Adrian kommt nicht umhin, sich dennoch auch weiterhin zur „Klimaneutralität“ zu bekennen. Doch er verweist auf die weltweite Lage. Die größten Verursacher von CO2-Emissionen, die USA, China und Indien, verfolgten deutlich geringere Klimaziele. „Diese Staaten machen 60 Prozent der weltweiten Emissionen aus“, ruft der DIHK-Chef in Erinnerung.
Seine Forderung: neue, international abgestimmte Klimavereinbarungen, die auch für die USA und China attraktiv sind. Nur so könne Europa wettbewerbsfähig bleiben. „Dafür müssen wir unsere hohen Ansprüche beim Klimaschutz in der Übergangsphase sinnvoll anpassen.“ Adrian hätte es auch deutlicher sagen können: eigentlich ist die Klimahysterie ein glatter Schuß in den Ofen. Aber dann wäre er kaum Chef eines Verbands, der in den letzten zehn Jahren alles brav geschluckt hat. (rk)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
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