Unsichere Zeiten: Steuerzahlerbund will Gold aus den USA zurückholen

31. März 2025
Unsichere Zeiten: Steuerzahlerbund will Gold aus den USA zurückholen
National
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Foto: Symbolbild

Frankfurt/Berlin. Der Steuerzahlerbund fordert, die deutschen Goldreserven aus den USA abzuziehen. Grund für den Vorstoß ist die neue US-Administration unter Donald Trump. Der Vizepräsident des Europäischen Steuerzahlerbundes, Michael Jäger, vertraute der „Bild“-Zeitung jetzt an, daß angesichts des Kurswechsels in Washington Handlungsbedarf bestehe. Es gelte, „in dieser Phase der weltpolitischen Machtverschiebungen Weitsicht zu beweisen und das deutsche Gold aus den USA sofort zurückzuholen“.

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Deutschland hat nach den USA die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Offiziell ist von 270.000 Barren mit einem Gewicht von insgesamt 3.375 Tonnen die Rede. Ihr Wert bewegt sich derzeit auf einem Rekordhoch von rund 280 Milliarden Euro.

Die Achillesferse daran ist, daß fast 37 Prozent der deutschen Goldreserven bei der US-Notenbank in New York lagern. Allein der Wert dieser Bestände beläuft sich auf rund 100 Milliarden Euro.

Beim Steuerzahlerbund macht man sich Sorgen, weil Präsident Trump wiederholt angedeutet hatte, er wolle mehr Kontrolle über die Federal Reserve (FED), die freilich ein nichtstaatlicher Zusammenschluß von Privatbanken ist. Zudem zog auch er die Sicherheit der nationalen Goldreserven in Zweifel. Auch Tech-Unternehmer Elon Musk, Trumps Bevolmächtigter für Regierungseffizienz, sprach sich für eine Überprüfung der Goldbestände und der FED aus.

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Jäger fordert vor diesem Hintergrund, mindestens eine physische Prüfung der deutschen Goldreserven vor Ort vorzunehmen. „Wenn selbst Trump das Gold der USA in Fort Knox in Augenschein nehmen will, um sicherzugehen, dann müßte das auch die Mindestanforderung der neuen Bundesregierung für das deutsche Gold in den USA sein“, sagte er der „Bild“.

Die Bundesbank sieht allerdings laut einer Stellungnahme keinen Anlaß zur Sorge. Man habe „vollstes Vertrauen“ in die FED.

Die Forderung, die deutschen Goldreserven aus den USA zurückzuholen, ist nicht neu. So wurden nach Kritik des Bundesrechnungshofs an mangelnder Transparenz und physischen Kontrollen zwischen 2013 und 2020 immerhin 674 Tonnen des deutschen Goldes aus New York und auch aus Paris nach Frankfurt verlagert. Der logistisch aufwendige Transport kostete rund sieben Millionen Euro. (rk)

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

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Kommentare

  1. Bernd Sydow sagt:

    Gold ist ein sehr schweres Metall. Das ist Blei auch. Es wäre möglich, Bleibarren mit einer Goldschicht zu überziehen und diese entsprechend zu stempeln. Äußerlich gäbe es zu echten Goldbarren keinen Unterschied. Nur durch eine gründliche physische Untersuchung käme man einem eventuellen Betrug auf die Spur.

    Denn wie heißt es: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

  2. hans sagt:

    Welches Gold denn?
    Oder glaubt wirklich noch jemand dran das da noch deutsches Gold liegt ?

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