Ex-Trump-Berater Bolton rechnet mit Austritt der USA: Zerbricht die NATO?

25. März 2025
Ex-Trump-Berater Bolton rechnet mit Austritt der USA: Zerbricht die NATO?
International
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Foto: Symbolbild

Washington/Brüssel. Der Austritt der USA aus der NATO wäre eine weltpolitische Zäsur. Das 1949 von den westlichen Siegermächten des Zweiten Weltkrieges ins Leben gerufene Militärbündnis wäre damit schlagartig ein zahnloser Tiger. Ohne die USA wären die europäischen Bündnispartner militärisch nur ein Zwerg.

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Aber die Wahrscheinlichkeit wächst, daß es so kommt. Die neue US-Administration unter Donald Trump zeigt keine Neigung, die Europäer weiterhin bei ihrem Stellvertreterkrieg gegen Rußland zu unterstützen. Das Weiße Haus hat in den letzten Monaten deutliche Signale ausgesandt, daß sich Washington aus dem Bündnis zurückziehen könnte, sollten sich die Europäer weiterhin einer Friedenslösung für die Ukraine verweigern.

Auch der frühere Nationale Sicherheitsberater von Präsident Trump, John Bolton, rechnet damit, daß die USA unter Trumps Führung aus der NATO austreten werden. Trump denke, daß die NATO so funktioniert, daß die USA Europa verteidigten, aber nichts davon haben, und daß die Europäer dafür nicht zahlten, sagte Bolton dieser Tage der „ZEIT“. „Er versteht nur Dollar und Cent, er versteht nicht die Idee, daß wir alle durch die NATO stärker sind.“

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Bolton war 2018/19 in Trumps erster Amtszeit dessen Sicherheitsberater. Schon damals habe er diesem einen NATO-Austritt „immer wieder ausreden“ müssen, ließ er der „ZEIT“ wissen und erinnert sich: „Als ich 2018 mit ihm beim NATO-Gipfel in Brüssel war, wäre das fast passiert. Kurz vor seiner Rede rief er mich an den Tisch, an dem alle Staats- und Regierungschefs saßen, und fragte mich: ‚John, sollen wir es tun?’“ Damit habe Trump einen NATO-Austritt gemeint. Damals habe er den Präsidenten gedrängt, dies nicht zu tun, „aber er hat es sich seitdem in den Kopf gesetzt“.

Bolton warnt in diesem Zusammenhang davor, den Aufbau eigener europäischer Verteidigungsstrukturen allzu sehr in den Vordergrund zu rücken. „Ich bin sehr besorgt, wenn ich höre, man müßte die Europäische Union zu einem neuen Militärbündnis machen“, sagte Bolton unter Hinweis auch auf den wahrscheinlich nächsten Bundeskanzler Friedrich Merz. Denn: „Das ist doch genau das, was Trump hören muß, um die Vereinigten Staaten da rauszuziehen.“ Die Europäer sollten daher vielmehr alles tun, um Trump keinen „Freibrief für den Austritt“ aus der NATO zu geben. (mü)

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Ein
Kommentar

  1. Bernd Sydow sagt:

    Wozu brauchen wir denn die NATO? In meinen Augen ist sie überflüssig wie ein Kropf!

    Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine am 24.Februar 2022 hatte zum Ziel, einen eventuellen NATO-Beitritt der Ukraine zu verhindern. Hätte es also die NATO nicht gegeben – den Warschauer Pakt und die kommunistische Sowjetunion gab es schließlich auch nicht mehr! -, hätte es keinen Grund gegeben, präventiv in die Ukraine einzumarschieren, und die Ukraine und der Westen (als Waffenlieferant) wären vom Ukrainekrieg verschont geblieben.

    Eine Welt ohne NATO – ach, wäre das schön!

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