Wieder keine Wunderwaffe: Amerikanische F-16 enttäuschen Ukrainer

21. März 2025
Wieder keine Wunderwaffe: Amerikanische F-16 enttäuschen Ukrainer
International
2
Foto: Symbolbild

Kiew. In den letzten drei Jahren des Ukrainekrieges erwies sich bislang keines der vom Westen gelieferten Waffensysteme als „gamechanger“ – als Wunderwaffe, die den Krieg zugunsten der Ukrainer entscheiden konnte. Auch um die seit Sommer letzten Jahres gelieferten US-Kampfjets vom Typ F-16 ist es wieder sehr still geworden. Kein Wunder: auch sie haben die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Im Mai letzten Jahres gab sich der Pressesprecher des ukrainischen Luftwaffenkommandos, Juri Ignat, noch großen Hoffnunge hin: „Wenn wir die F-16 haben, werden wir diesen Krieg gewinnen.“ Die US-Kampfjets könnten zu einem zentralen Teil der ukrainischen Luftverteidigung werden, erklärte er.

Davon will Ignat inzwischen nichts mehr wissen. Denn inzwischen konnten die ukrainischen Piloten fast ein dreiviertel Jahr lang Erfahrungen mit der F-16 machen – und diese fielen ernüchternd aus. Gegen den modernen russischen Standardjäger Suchoi Su-35S sehen die 40 Jahre alten F-16 einfach nur alt aus. Im Gespräch mit dem ukrainischen Portal „Novyny Live“ mußte Ignat kürzlich einräumen: „Die F-16 unserer Partner“ seien schlicht „nicht fortschrittlich genug, um im direkten Duell mit der Su-35 zu konkurrieren“.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Insbesondere fehle es den F-16 an der Fähigkeit, die von den Russen aus großer Entfernung abgefeuerten Lenkwaffen wirksam zu bekämpfen. Tatsächlich sind die teilweise über 40 Jahre alten Kampfjets technisch nicht (mehr) auf der Höhe der Zeit. Das bordeigene Radar Westinghouse AN/APG-66 mit mechanischer Strahlschwenkung und 150 Kilometern Reichweite ist dem (passiv) elektronisch geschwenkten, deutlich größeren und sehr viel leistungsstärkeren Irbis-E der russischen Suchoi-Maschinen, das eine Reichweite von bis zu 400 Kilometer hat, deutlich unterlegen. In der Praxis bedeutet das, daß die Su-35S die F-16 erkennen, erfassen und bekämpfen kann, lange bevor deren Piloten die Russen auch nur auf dem Radarschirm haben.

Spätestens seitdem die USA ihre Ukraine-Militärhilfe generell auf den Prüfstand gestellt haben, gibt es noch ein weiteres Problem. Denn nun drohen auch dringend erforderliche Updates des digitalen Innenlebens der F-16 auszubleiben, insbesondere für die amerikanischen Störsender-Systeme AN/ALQ-131. Der Analyst David Axe ließ dazu das US-Magazin „Forbes“ wissen: „Die Amerikaner halfen bei der Ausbildung der Piloten, lieferten Ersatzteile und Munition und stellten zudem ein Team der US-Luftwaffe ab, das die ECM-Pods AN/ALQ-131 der F-16 am Boden programmierte.“ Sollte das System künftig nicht mehr regelmäßig aktualisiert werden, müßten die ukrainischen Piloten womöglich „auf Störsender zurückgreifen, deren Programmierung bald veraltet sein könnte.“

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Bislang hat das russische Militär noch auf jedes aus dem Westen gelieferte Waffensystem relativ bald eine technische Antwort gefunden. Aber die F-16 war von Anbeginn keine Wunderwaffe. Wenn jetzt auch noch ihr digitales Innenleben veraltet, ist sie bestenfalls noch eine lahme Ente am Himmel über der Ukraine. Kiew muß darauf hoffen, von den europäischen Staaten, die weiterhin die militärische Unterstützung garantieren, kampfstärkere Flugzeuge zu erhalten. (mü)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

2
Kommentare

  1. Gottfried Suchomski sagt:

    Fraglich, ob irgend eine Seite überhaupt Gamechanger zur Verfügung hat. Warum hat Russland nach 3 Jahren den Krieg noch immer nicht gewonnen, geschweige denn sich die Ukraine ganz einverleibt? Selbst die neuesten T90 Panzer der Russen liegen zusammengeschossen irgendwo rum, die amerikanischen Abrams ebenfalls. Aber die Russen haben mehr Personal zur Verfügung, und bei der wachsenden Zahl von Mitgliedsstaaten der BRICS von Auswirkung der Sanktionen auf Russland zu sprechen ist gelinde gesagt Selbsttäuschung vom Feinsten.

  2. joly sagt:

    Die F-16 ist alt, der Leo1 und viele Leo2 – Entwicklungen ebenfalls. Das ist schon lange bekannt. Die Russen schicken übrigens auch schrottreifen Scheiß ins Gefecht.
    Warum? Nun keine Seite will sich blamieren, wenn das neueste Spielzeug der eigenen Armee nichts taugt. Das ist Geheimhaltung vom Feinsten.

Schreibe einen Kommentar

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2000 begrenzt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert