Washington/Berlin. Als Folge des Amtsantritts Donald Trumps in den USA macht sich in weiten Teilen Europas ein neuer Anti-Amerikanismus breit. Er entzündet sich bei Linken und Grünen vor allem an Trumps Regierungsstil. Bei vielen war die Demütigung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj im Oval Office am 28. Februar der Augenblick der Wahrheit. Vor allem in Frankreich, Deutschland und Dänemark werden seither verstärkt amerikanische Waren boykottiert.
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Unmittelbar nach der Szene im Weißen Haus, am 1. März, rief der französische Landwirt Edouard Roussez zum Boykott amerikanischer Produkte auf und fand damit viel Unterstützung. Auf Facebook rief er die Gruppe „Boycott USA, Buy French!“ ins Leben, die inzwischen über 15.000 Mitglieder zählt. Dort wird dazu aufgerufen, US-Erzeugnisse zu meiden und stattdessen französische und europäische Waren zu kaufen.
In ihrem Gründungsaufruf formuliert die Gruppe: „Genug davon, die imperialistischen Exzesse der USA zu finanzieren? Dann handle.“ Boykott-Initiator Roussez erklärte, er wolle die „Arroganz“ der USA in internationalen Angelegenheiten nicht länger hinnehmen. „Die Art und Weise, wie Selenskyj gedemütigt wurde, ist eine Demütigung für alle Europäer”, sagte er und versprach, sich dafür einzusetzen, daß Europa von den USA unabhängiger werde.
Eine ähnliche Stimmungslage ist in Dänemark zu beobachten. Auch dort hat eine einschlägige Facebook-Gruppe mittlerweile mehr als 54.000 Mitglieder, die sich vor allem gegen die Zollpolitik Trumps engagieren wollen.
Selbst im zurückhaltenden Deutschland macht sich der Trend bemerkbar. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des „Handelsblattes“ wollen stattliche 64 Prozent der Deutschen Produkte aus den USA seit kurzem „auf jeden Fall“ oder „eher“ meiden. Bei den älteren Verbrauchern über 65 Jahren sind es sogar 62 Prozent. Auch hier ist Donald Trump die Hauptmotivation.
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Experten glauben aber nicht, daß der neue Antiamerikanismus eine lange Zukunft hat. „Solche Empörungswellen können zwar kurzfristig dazu führen, daß bestimmte Produkte weniger gekauft werden“, urteilt Rainer Münch, Leiter der europäischen Praxisgruppe Handel und Konsumgüter bei der Beratung Oliver Wyman. „Doch langfristig tun sich Verbraucher sehr schwer, ihre Konsumgewohnheiten nachhaltig zu ändern.“ Das zeigt sich bei Marken wie Coca-Cola, Pepsi oder McDonald’s, deren Umsätze trotz Boykottaufrufen stabil blieben. (mü)
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NICHT MEIDEN, SONDERN VERMEIDEN..! DIE LEUTE KANN MAN MEIDEN…ps Gruss u. pardon .