Washington/Ankara. Die USA haben ihren NATO-Bündnispartner Türkei nun offiziell aus dem gemeinsamen Kampfjetprogramm geworfen. Damit wird die Türkei künftig nicht mehr an dem F-35-Kampfflieger-Projekt beteiligt sein. Auch der Anspruch auf rund 100 dieser Maschinen ist damit hinfällig. Grund dafür ist der Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 durch Ankara.
Die türkische Regierung kritisierte den Schritt. Dieser füge den bilateralen Beziehungen beider Staaten „irreparablen Schaden“ zu, verkündete das Außenministerium in Ankara. Es handle sich um einen „unfairen“ Schritt, der „dem Geist des Bündnisses nicht gerecht“ werde und keine nachvollziehbaren Gründe habe.
Zuvor hatte US-Präsident Trump die türkische Regierung noch in Schutz genommen und darauf verwiesen, daß die Vorgängerregierung unter Präsident Obama den Verkauf des amerikanischen Raketenabwehrsystems „Patriot“ an Ankara verboten hatte. (mü)