
Explodierter mutmaßlicher Unterschlupf des NSU in Zwickau (Foto: Wikimedia/André Karwath aka Aka, CC BY-SA 2.5)
Berlin. Die SPD-Obfrau im NSU-Untersuchungsausschuß des Deutschen Bundestages, Eva Högl, hat zum Abschluß der Arbeit des Gremiums mehr „interkulturelle Kompetenz“ bei den Sicherheitsbehörden und eine entsprechende Untersuchung gefordert.
„Ein wichtiger erster Schritt wäre eine unabhängige Untersuchung zu vorurteilsbehafteten Einstellungsmustern in den Sicherheitsbehörden. Dann müssen Aus- und Fortbildung verbessert werden“, so Högl. Die „interkulturelle Kompetenz“ müsse bei der Polizei, dem Verfassungsschutz und in der Justiz gestärkt werden“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Hintergrund ist die Tatsache, daß die Behörden lange Zeit davon ausgingen, hinter der „Dönermordserie“ stehe womöglich eine mafiaähnliche Struktur aus dem Ausländermilieu. Bis zum Auffliegen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ gab es keinerlei Hinweise darauf, daß die mutmaßlichen Täter Deutsche sein könnten.