Ukrainischer Militärstaatsanwalt: Ukrainische Armee büßt 10.000 Mann durch „nicht-militärische“ Verluste ein

30. Oktober 2017
Ukrainischer Militärstaatsanwalt: Ukrainische Armee büßt 10.000 Mann durch „nicht-militärische“ Verluste ein
International
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Kiew. Offenbarungseid einer Armee: Laut dem ukrainischen Militärstaatsanwalt Anatolij Matios haben die Streitkräfte des Landes seit dem Ausbruch des bewaffneten Konflikts im Osten des Landes Tausende Soldaten durch eigene „nicht-militärische Handlungen“ eingebüßt. Dem Sender ZIK gegenüber sagte Matios: „Ich möchte jetzt eine grausame Statistik offenlegen, über die keiner sprechen will. Seit dem Jahr 2014 bis zum heutigen Moment sind in den ukrainischen Streitkräften und anderen Einheiten, die das Land verteidigen, 10.103 Personen durch unumkehrbare und sanitäre Verluste – also nicht durch Kampfhandlungen – gestorben.“

Bei den Verlusten handle es sich „vor allem um jene, die durch fahrlässigen Umgang mit Waffen, durch Kriminalität unter den Soldaten, Krankheiten oder mangelnde sanitäre Behandlung entstanden sind.“

Allein in dem von militärischen Auseinandersetzungen betroffenen Gebiet betrügen die Verluste, die nicht durch Kampfhandlungen verursacht wurden, 3.700 Mann.

Zwei vollständige Kampfbrigaden“ seien gestorben wegen der Nichteinhaltung von Vorschriften bzw. Instruktionen oder auch durch die Kriminalität unter den Soldaten. Über 360.000 Mann würden zudem an einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, erklärte Matios weiter und wies auf einen enormen Vertrauensverlust des Staates in der Gesellschaft hin, der durch die erheblichen Verluste entstanden sei. (mü)

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