Wissenschaftler fragen: Wie reduziert man die Weltbevölkerung um 4 Milliarden?
Bangkok. Es sollte immer aufhorchen lassen, wenn Politiker, Wissenschaftler oder andere „Experten“ einer kleineren Weltbevölkerung das Wort reden. Denn dann sind klandestine Experimente, „Pandemien“ oder undurchsichtige Impfkampagnen meist nicht weit – die Biographie des Microsoft-Gründers Bill Gates, der heute einer der weltgrößten Impf-Lobbyisten ist, ist vielsagend genug: schon 2010, ein volles Jahrzehnt vor der Corona-„Pandemie“, erklärte er bei der kalifornischen TED-Konferenz, einem Forum für Ideengeber, Technologie-Pioniere und Weltverbesserer, unumwunden: „Auf der Welt leben heute 6,8 Milliarden Mensdhen. Das steigt auf neun Milliarden an. Wenn wir nun bei den neuen Impfstoffen, der Gesundheitsfürsorge und der Familienplanung wirklich gute Arbeit leisten, könnten wir diese Zahl vielleicht um 10 oder 15 Prozent senken.“
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Gates hat viele Nachahmer. Jetzt plädiert eine internationale Forschergruppe für eine langfristige Verringerung der Weltbevölkerung auf rund vier Milliarden Menschen bis 2200. Die Studie im Fachjournal „Sustainable Development“, das vom thailändischen National Institute of Development Administration herausgegeben wird, führt den Anstieg von weniger als zwei Milliarden Menschen vor rund hundert Jahren auf heute etwa 8,3 Milliarden als wesentlichen Faktor für den wachsenden Ressourcenverbrauch an. Deshalb müssen die Menschen dringend wieder weniger werden.
Die Autoren stellen die Umweltbelastung der Menschheit als Zusammenspiel aus Pro-Kopf-Verbrauch und Bevölkerungszahl dar. Da der individuelle Verbrauch von Ressourcen und die Abfallproduktion bislang nicht ausreichend gesunken seien, könne eine steigende Gesamtbelastung durch eine geringere Bevölkerungszahl begrenzt werden. In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Weltbevölkerung demnach etwa verdoppelt. Die CO₂-Emissionen stiegen stärker, der Energieverbrauch verdreifachte sich, die Artenvielfalt ging um mehr als die Hälfte zurück. Mineralienabbau und Pestizideinsatz nahmen jeweils um mehr als das Vierfache zu.
Für 2100 werden je nach Prognose rund 11,4 Milliarden Menschen erwartet. Berechnungen der australischen Flinders University kommen für die späten 2070er Jahre sogar auf bis zu 12,4 Milliarden. Nach Einschätzung der Forscher wären damit nahezu doppelte CO₂-Emissionen, höherer Energie- und Pestizidverbrauch sowie deutlich mehr Plastik verbunden.
Ein Bevölkerungsrückgang könnte Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung verringern, argumentieren die Autoren. Zugleich sehen sie wirtschaftliche Folgen sinkender Geburtenzahlen – weniger Bevölkerung bedeutet auch weniger Erwerbstätigkeit, und diese wiederum bedeutet weniger Umweltbelastung.
Wie die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2200 um vier Milliarden Menschen – gerne auch mehr – reduziert werden kann, verrät „Sustainable Development“ nicht. Aber Bill Gates und Co. könnten sicherlich Vorschläge machen. (mü)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
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