Weidel im Sommerinterview: Merz und Klingbeil sind „Flachzangen“
Berlin. Diesmal ohne linke Lärmkulisse: im ZDF-„Sommerinterview“ hat AfD-Chefin Alice Weidel Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) frontal angegriffen und der Bundesregierung Rundum-Versagen vorgeworfen. „Ich will nicht mehr angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen und irgendwas versprechen und genau das Gegenteil von dem tun“, sagte sie. Deutschland werde „kaputt gemacht“. Mit Blick auf Merz und Klingbeil erklärte Weidel: „Entweder Sie können es nicht, oder es ist Vorsatz. Herr Merz kann es nicht. Herr Klingbeil kann es auch nicht.“
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Auch die „Brandmauer“-Politik der Union kritisierte sie. Die sogenannte Brandmauer sei „das Undemokratischste, was es gibt“. Nach ihrer Einschätzung schade diese Strategie vor allem der CDU: „Die geht daran kaputt.“ Weidel erklärte zugleich ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen politischen Kräften, sofern diese nach ihrer Auffassung fähig seien und deutsche Interessen verträten. Der CDU sagte sie voraus, sie werde „keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen“.
Tatsächlich liegt die AfD in Umfragen derzeit teilweise bis zu acht Prozent vor CDU und CSU - bei der Bundestagswahl 2025 war es noch umgekehrt. In Sachsen-Anhalt, wo im September gewählt wird, ist der Vorsprung der AfD gegenüber der Union noch größer.
Weidel bekräftigte außerdem zentrale Positionen ihrer Partei für den Fall einer Regierungsbeteiligung: den Austritt Deutschlands aus dem Euro und aus dem Schengen-Raum. „Deutschland ging es deutlich besser vor der Euro-Einführung. Wir sehen eine breite Verarmung breiter arbeitender Bevölkerungsschichten“, sagte sie. Der Euro werde ihrer Ansicht nach „weich gemacht“.
Auch bei der Migration kündigte Weidel einen grundlegenden Kurswechsel an. Die Grenzen sollten geschlossen und Schengen verlassen werden. „Wir werden sie zumachen, wir werden aus Schengen aussteigen, damit solche Leute wie aus Ceuta gar nicht mehr zu uns kommen.“ Unter einer AfD-Regierung würden zudem keine Menschen aus Afghanistan mehr nach Deutschland gebracht; „die Syrer werden alle zurückgeführt in ihre Heimat“. (rk)
Bildquelle: AfD
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Kommentare 2
Alice Weidel hatte mich nicht überzeugt. Es wurden ihr sachliche Fragen gestellt, z.B. wie sie die Rückführung von Migranten denn durchführen will da sich ja Länder weigern ihre Landlsleute wieder zurückzunehmen. Und es waren ausnahmslos sachliche Fragen ohne das schwingen einer Nazikeule. Tatsächlich hatte sie nicht eine einzige Frage beantwortet, Stattdessen aber nur mit immer den selben bereits bekannten Phrasen die schlechte Arbeit der Regierung kritisiert. Laut Weidel interesierem den Wähler keine Flügelstreitigkeiten der AFD in Nordrheinwestfalen. Ein AFD- Mitglied in NHW hatte Weidel als Alice Merkel bezeichnet. Der Moderator hatte Weidel damit konfrontiert und zu ihr gesagt daß sie sich diesen Vorwurf gefallen lassen muss, sie bezeichne die Regierung ja schließlich auch als Flachzangen. Weidel sagte zar daß sie das überhaupt nicht störe, aber der Gesichtsausdruck von ihr zeigte genau das Gegenteil. Tino Chrupalla hat im Sommerinterview vom Juli bedeutend besser ausgesehen. Er hatte alle Fragen sehr professionell beantwortet. Und die Fragen waren härter und mit dem schwingen der Nazikeule. Bei Chrupalla kam z.B. der Vorwurf daß Ulrich Sigmund von zwei "rechtsextremen" Wahlstrategen gesteuert wird. Einer war in der vom linken Schaüble verbotenen Burschenschaft und einer ist bei den Identitären. Auch diesen Vorwurf hatte Chrupalla sehr gut ausradiert.
Die Entscheidung, das ZDF-"Sommerinterview" mit AfD-Chefin Alice Weidel in Wien stattfinden zu lassen, war absolut richtig! Denn so blieb das Interview verschont von linksextremen Störungen. Was mir allerdings mißfiel, war das ständige Dazwischenreden des ZDF-Interviewers, der offensichtlich Alice Weidel aus dem Konzept zu bringen bestrebt war. Ihre Nervenstärke war wirklich bewunderungswürdig! Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, ich hätte längst mit der Faust auf den Tisch gehauen und gerufen "Nun lassen Sie mich doch mal ausreden!"